Die Zeit vergeht wie im Fluge. Nachdem Hatice Ihr Abiturzeugnis in der Tasche hat, kann sie sich nun endlich so richtig um die Studienvorbereitungen kümmern. Hatice wohnt in Wittstock-Dosse gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einer 3-Raum Wohnung. Ihr Wunsch nach den eigenen vier Wänden wird immer größer. Um ihrem Studium und dem Wunsch nach Unabhängigkeit schnell näher zu kommen, nahm sie bereits Ende April an den digitalen Studi’O Days des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg teil.

Ihre Entscheidung für ein Studium der Sport- und Gesundheitswissenschaften in Potsdam stand jedoch schnell fest. Sie reichte ihre Bewerbung ein und wartet nun auf den Bescheid der Hochschule.  Doch was war mit dem „Drumherum“ – der Organisation einer Bleibe und der Finanzierung ihres Studiums?

Sie erinnert sich an eine Veranstaltung des Studentenwerks Potsdam, in der ihr wichtige Tipps zum Studienstart mitgegeben wurden. Dabei ging es u. a. um die Bewerbung auf einen Wohnheimplatz, den BAföG-Antrag und das günstige Mittagessen in der Mensa. Nun möchte sie sich endlich für ein WG-Zimmer bewerben und fragt sich, was zu tun ist. Ein Anruf beim Service Point des Studentenwerks soll Licht ins Dunkel bringen.

Je früher desto besser: Onlinebewerbung auf einen Wohnheimplatz

Hatice: Hallo, Hatice Salib hier. Ich möchte – wenn alles gut geht und ich zugelassen werde – zum Wintersemester mit einem Studium an der Uni Potsdam beginnen. Nun frage ich mich, was ich vorab schon alles organisieren kann. Ich sitze gerade an dem Onlineformular für eine Wohnheimbewerbung. Kann ich das jetzt schon abschicken oder muss ich damit warten, bis ich den Zulassungsbescheid der Uni habe?

Kostja: Hallo Hatice. Wir können uns gerne duzen. Ich heiße Kostja und studiere auch hier in Potsdam, allerdings an der Fachhochschule. Das Studentenwerk ist sowieso für alle Studierenden der Technischen Hochschule Brandenburg, der Technischen Hochschule Wildau sowie der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf zuständig.

Gut, dass du nachfragst. Schicke unbedingt deine Bewerbung für einen Wohnheimplatz schon jetzt ab. Eigentlich wird sogar empfohlen, dass schon ein halbes, wenn nicht sogar ein ganzes Jahr vorher zu machen. Die Wohnheimplätze sind superbegehrt und es gibt immer viel mehr Bewerbungen als freie Zimmer. Das liegt zum einen daran, dass die durchschnittliche Miete inkl. aller Nebenkosten nur 250 Euro im Monat beträgt und es ansonsten auf dem freien Wohnungsmarkt kaum erschwingliche Zimmer gibt. Und zum anderen ist so ein Leben im Wohnheim total nett. Ich zum Beispiel wohne in der Breiten Straße im Zentrum von Potsdam und habe nach meinem Einzug vor zwei Jahren sofort Anschluss zu Kommiliton:innen gefunden. An der Hochschule bin ich in wenigen Minuten mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad.

Hatice: Okay, das klingt gut. Der soziale Kontakt zu anderen ist mir sehr wichtig und ich kann mir gut vorstellen, dass es mir im Wohnheim gefällt. Hoffentlich habe ich jetzt überhaupt noch eine Chance, wo ich doch so spät dran bin … Kann ich irgendetwas tun, damit meine Bewerbung am Ende erfolgreich ist?

Kostja: Du solltest auf jeden Fall beim Ausfüllen der Bewerbung darauf achten, dass du möglichst viele Optionen in Betracht ziehst und nicht nur einen Standort und eine Wohnform auswählst. Je mehr Möglichkeiten, desto größer die Chance auf einen Platz. Beispielsweise gibt es allein in Golm drei Wohnanlagen mit ganz unterschiedlichen Zimmertypen. Und auch wenn du eine WG bevorzugst, solltest du, um deine Chance zu erhöhen, auch andere Wohnformen mit auswählen. Eine weitere Möglichkeit wären Doppelzimmer, wo sich zwei Studierende ein Zimmer teilen. Das hat übergangsweise einige Vorteile, da du zumindest zum Studienstart ein Dach über den Kopf hättest und du so in aller Ruhe nach etwas Passendem suchen könntest.

Hatice: Und sollte ich jetzt keine Zusage vom Studentenwerk bekommen, hast du andere Tipps, wie ich eine Wohnung oder ein WG-Zimmer finden kann?

Kostja: Auf der Website des Studentenwerks findest du eine Linksammlung zu weiteren Anbietern, darunter auch Links zu städtischen Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften. Außerdem sind einige private Wohnungs- und Zimmerangebote dort inseriert. Und vielleicht wäre auch das neue Projekt „Wohnen für Hilfe“ etwas für dich. Das Motto lautet günstig in Potsdam wohnen und dabei Gutes tun. Bei dem Projekt bringt das Studentenwerk Menschen mit freiem Wohnraum und Studierende in Wohnpartnerschaften zusammen. Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Potsdamer:innen mit freiem Wohnraum stellen Studierenden ein günstiges Zimmer zur Verfügung und erhalten im Gegenzug deren Unterstützung und Gesellschaft im Alltag, z. B. bei der Kinder- und Hausaufgabenbetreuung, bei der Gartenarbeit oder bei der Versorgung von Haustieren. Gerade für sozial engagierte Studierende ist das ein gutes Angebot.

BAföG-Antrag stellen: Die Hälfte ist geschenkt

Hatice: Ah, danke für die vielen Infos. Gut zu wissen. Ein anderes Thema, das mich noch beschäftigt: die Studienfinanzierung. BAföG wäre ja eine Möglichkeit. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob ich das überhaupt bekomme und ich habe auch von einer Bekannten gehört, dass es gar nicht so leicht mit der Beantragung ist. Da ich aber eine Schwester habe, die bereits studiert und meine Eltern mein Studium nicht komplett finanzieren können, ist das für mich sehr wichtig. Kannst du mir Tipps geben? Ich würde ungern umsonst einen Antrag stellen.

Kostja: Das stimmt, die Antragsstellung nimmt schon etwas Zeit in Anspruch, vor allem das Zusammensuchen der Unterlagen, die es dafür braucht. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Trotzdem finde ich, dass sich der Papierkram lohnt, denn du bekommst schließlich mindestens die Hälfte geschenkt. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen. Der aktuelle Höchstsatz liegt bei 861 Euro monatlich. Je nachdem wie viel deine Eltern verdienen bzw. du selbst auf Vermögen zurückgreifen kannst, wird diese Summe individuell berechnet. Du kannst den Antrag übrigens auch online stellen. Dafür gibt es seit kurzem den Antragsassistenten BAföG Digital, der wirklich gut durch das ganze Prozedere manövriert. Auch hier gilt: Nicht zu spät den Antrag stellen. Du bekommst zwar ab dem Monat der Antragsstellung Geld, also wenn dein Studium im Oktober startet, müsstest du spätestens im Laufe des Oktobers den Antrag stellen, um von Anfang an Geld zu bekommen. Gleichzeitig solltest du aber bedenken, dass zum Semesterstart etliche Anträge eingehen und die Bearbeitungszeit bei 8 bis 10 Wochen liegt. Auch wenn du am Ende kein Geld bekommen solltest, hat es durchaus Vorteile BAföG beantragt zu haben. Denn auf einem BAföG-Bescheid steht schwarz auf weiß, was du für Geld zum Studieren bräuchtest. Das kann eine gute Grundlage sein, um z. B. mit den Eltern über die Studienfinanzierung zu sprechen. Ich empfehle dir auch, mal persönlich Kontakt zum Amt für Ausbildungsförderung aufzunehmen. Viele Fragen lassen sich am besten in einem persönlichen Telefonat klären.

Hatice: Danke, das werde ich machen. Falls ich tatsächlich BAföG bekomme, wird mir schon jetzt ein bisschen mulmig wegen der Rückzahlungen, die nach dem Studium anstehen …

Kostja: Das geht vielen so. Dabei ist das wirklich sehr moderat geregelt. Auch wenn im Falle eines Bachelor- und Masterstudiums insgesamt über 50.000 Euro BAföG möglich sind, musst du maximal 10.000 Euro zurückzahlen. Die Rückzahlungen beginnen frühestens fünf Jahre nach Ende der letzten BAföG-Zahlung und kann in Raten erfolgen. Pro Quartal sind das derzeit 390 Euro. Und das auch nur, wenn es der Kontostand erlaubt. Wenn nicht, kann man mit der Rückzahlung auch pausieren.

Den passenden Nebenjob suchen und finden

Hatice: Und wenn es mit dem BAföG nichts wird oder nur eine kleinere monatliche Summe bewilligt wird, was gibt es für weitere Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren?

Kostja: Viele Studierende jobben neben dem Studium. Manche finden Arbeit im Hochschulumfeld, z. B. als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl oder wie ich als Mitarbeiter im Studentenwerk. Andere arbeiten in der Kneipe, im Tourismusbereich oder im Einzelhandel. Es gibt da viele Möglichkeiten – sowohl was den Job als auch den Zeitumfang angeht. Schau am besten mal bei der Jobvermittlung für Studierende rein; dort findest du etliche Angebote. Andere wiederum ziehen auch ein Stipendium in Betracht. Da könntest du auch die Augen offenhalten. Es gibt zahlreiche Stiftungen mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen.

Und mittags in die Mensa!

Hatice: Super, danke. Wahrscheinlich wird es am Ende eh ein Mix aus den verschiedenen Optionen mit ein bisschen BAföG, finanzielle Unterstützung durch die Eltern und einem Nebenjob, der mir noch genug Zeit zum Studieren lässt. Eine andere Frage noch: Als ich mir neulich den Campus in Golm anschaute, fiel mir auf, dass es dort eine Mensa vom Studentenwerk gibt. Kann ich dort als Studentin einfach so essen gehen oder muss ich das vorher, wie ich es aus der Schule kenne, bestellen?

Kostja: Auf jedem Campus gibt es eine Mensa, meistens auch noch eine Cafeteria oder Kaffeebar. Die werden vom Studentenwerk betrieben. Du kannst da einfach spontan hingehen und musst nicht vorab bestellen. Normalerweise hast du die Wahl zwischen vier Angeboten. Für jeden ist etwas dabei, egal ob vegetarisch-vegan oder der Fleischburger. Alles wird frisch zubereitet und viele der verwendeten Produkte kommen aus dem Umland. Und das Beste: Es ist echt günstig. Ein Mittagessen kostet nur zwischen 1,60 und 2,60 Euro. Außerdem ist die Mensa DER Ort an der Hochschule. Ich kann mir eigentlich sicher sein, dass ich dort immer jemanden antreffe, um über die letzte Vorlesung zu sprechen oder den nächsten Partyabend zu planen.

Hatice: Toll, ich freue mich schon darauf, endlich mit dem Studium loslegen zu können. Jetzt weiß ich auf jeden Fall, was als Nächstes zu tun ist und wo ich mich in Zukunft bei allen Fragen außerhalb des Hörsaals hinwenden kann.

Hatice legt beruhigt das Handy beiseite. Das waren wirklich gute Tipps und sie weiß nun, wie sie sich um ihre Studi-Bude, das BAföG und ihren Nebenjob kümmern kann. Schon bald hat sie ihren ganz eigenen Mini-Campus auf Zeit.

 

Wie sieht es bei dir aus? Wartest auch du gerade auf deinen Zulassungsbescheid an einer der Brandenburgischen Hochschulen? Nutze den Sommer und stelle für dich die letzten Weichen, um schon bald richtig zu starten. Hilfe, Tipps und Insiderwissen bieten dir die regelmäßigen Insta-Lives auf @deine.stubb, der WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen sowie natürlich alle Infos auf studieren-in-brandenburg.de.

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Am Wochenende besucht Marco seinen Kumpel Paul im Spreewald. Die beiden kennen sich noch aus gemeinsamen Schulzeiten. Damals hatten sie nicht viel Zeit für Unternehmungen, da Marco oft eingespannt war mit seinen Geschwistern. Das Größte für beide war jedoch die gemeinsame Zeit am Wasser.  Hier verbrachten sie einmal in der Woche mehrere Stunden beim Steineflitschen. Während sie die Steine übers Wasser hüpfen ließen, beobachteten sie zahlreiche Segelboote, Kitesurfer und Wakeboarder. Paul träumte damals schon vom eigenen Motorboot, mit welchem er einmal von Berlin bis in den Spreewald fahren kann. Nach dem Abitur ist Paul, genau wie Marco, jedoch studienbedingt weggezogen. Sein Weg führte ihn in seine Wunschregion – die Lausitz. Marco zog es noch weiter weg – nach Kanada. Die Freunde beschlossen, sich nach Marcos Auslandsaufenthalt schon bald wieder zu sehen. Allerdings kam immer wieder etwas dazwischen.

Jetzt, zwei Jahre später, nachdem Marco bereits mitten im schönen Potsdam studiert, ist die Zeit endlich gekommen.  Er nutzt die ersten Sonnenstrahlen für einen Kurztrip in den Spreewald. Während er sich mit einem Schmunzeln noch an vergangene Schultage und Kumpel-Momente mit Paul erinnert, fährt der Zug aus Berlin bereits am Cottbuser Hauptbahnhof ein. Marco steigt aus seinem klimatisierten Abteil, sieht Paul breit grinsend am Bahnsteig und umarmt seinen alten Freund freudig.

Wiedersehen macht Freude

Marco: Hey Paul! Toll endlich mal hier zu sein! Wie geht’s dir? Wie war dein letztes Jahr? Wolltest du nicht eigentlich ein Praktikum machen? Und hast du schon dein heiß ersehntes Motorboot;-)? Oh Mann, wir haben uns echt lange nicht gesehen! Ich habe ja so viele Fragen.

Paul: Marco, wie schön dich zu sehen! Mir geht es super! Du weißt ja, ich wollte schon immer in den Spreewald zu meiner Freundin ziehen. Die habe ich übrigens immer noch;-). Und in puncto Ausbildung? Ich habe ein technisches Praktikum gemacht. Das war richtig gut. Vor allem hat es mir gezeigt, dass ich Spaß im Job haben möchte.

Marco: Ach ja? Hast du was gefunden, dass deinem handwerklichen Interesse nahekommt?

Paul: Ganz genau. Du kennst mich. Ich schraube doch gern an alten Maschinen und Fahrzeugen rum. Meine Kollegen im Praktikum hatten früher denselben Antrieb und sind so zum Maschinenbau gekommen. Das wollte ich dann auch schaffen. Darum bin ich auch hier an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gelandet! Und ja, ein Motorboot habe ich „fast“. Ich helfe einem befreundeten Skipper ein antikes Motorboot zu restaurieren und darf als Gegenleistung damit ab und zu aufs Wasser. Aber lass uns doch zum Auto gehen und erzähl erstmal von dir! Wie geht es dir denn?

Marco: Ich fühle mich super wohl in Potsdam, ich mag die Stadt einfach. Kanada war Natur pur, aber ich muss sagen, Potsdam kann da sehr gut mithalten. Ich studiere an der Universität Potsdam Ernährungswissenschaften und bin voll happy. Als ich auf der Farm in Ottawa arbeitete, begann ich mich für die Verfahren der Milcherzeugung sowie deren weitere Verarbeitung zu interessieren. Dem bin ich einfach im Studium nachgegangen. Aber das weißt du doch bereits. Es freut mich wirklich für dich, dass es dir ebenso geht und du eine Entscheidung getroffen hast. Es ist echt wichtig, dass man Spaß beim Arbeiten hat! Wie bist du dann nur auf Cottbus gekommen? Maschinenbau gibt es doch an vielen Hochschulen in Brandenburg.

Paul: Erstens: Ich wollte mit Steffi, meiner Freundin, zusammenziehen. Und zweitens: Ich habe online erstmal geschaut, was es gibt. Du hast recht, das Angebot war auf den ersten Blick gewaltig. Aber dann bin ich auf etwas Besonderes gestoßen, das mich direkt gecatcht hat. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg hat eine virtuelle 360-Grad-Panoramenumgebung für den Maschinenbau entwickelt, wodurch man das Gefühl hat, direkt auf dem Campus zu stehen.  Die Bilder und Videos von den Menschen, der Gegend und der Ausstattung des Studiengangs haben mich total beeindruckt und ziemlich schnell überzeugt. Dadurch, dass es sich überall um 360-Grad-Elemente handelt, kannst du in alle Richtungen schauen und siehst viel mehr als auf normalen Bildern!

Marco: 360-Grad-Panoramen klingen richtig futuristisch! Aber ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so richtig vorstellen. Wie ist das denn aufgebaut?

Paul: Du hast als Hauptebene den Zentralcampus in Cottbus, auf dem du dich über Pfeilsymbole zu anderen Bereichen auf dem Campus klickst. Gleichzeitig befinden sich dort verschiedene Gebäude, in die du hineintreten kannst, indem du darauf klickst oder direkt über eine kleine Mini-Map dorthin navigierst. Das macht alles sehr non-linear. Jedes Gebäude steht an sich für ein spezifisches Thema, wie zum Beispiel Studierende, Lehrende oder Alumni. Andere Gebäude zeigen Aufnahmen von der Region oder Laboren. Du kannst dann selbst entscheiden, wo du hingehst und was du dir anschaust.

Marco: Ist das Ganze auch interaktiv, also, kannst du dein Wissen testen?

Paul: Ja, so ist es. Die Infos in den einzelnen Gebäuden wurden als 360-Grad-Videoelemente dargestellt, sodass man quasi das Gefühl hat, mit den Menschen vor Ort zu reden. Gleichzeitig kann man aber auch einfache Tests und interaktive Rätsel auswählen. So bekommt man weitere Eindrücke zur Thematik des Studiengangs. Gleichzeitig testet man sein Wissen. Insgesamt also sehr vielfältig und praktisch!

Marco: Wow, das muss ich mir auch mal anschauen. An der Universität Potsdam gibt es zum Beispiel Online-Self-Assessments als virtuelle Angebote zur Studienorientierung. Anhand dieser können Studieninteressierte herausfinden, wie gut ihre Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen mit den Anforderungen eines Studiengangs übereinstimmen. Das gibt es für mehrere Studiengänge, unter anderem auch für Ernährungswissenschaften. Inhaltlich und optisch sind diese aber ganz anders aufgebaut. Du sprichst ja eher von einer ganzen Erlebniswelt! Und, wie ist es jetzt an der BTU zu studieren? Hast du schon einen Schwerpunkt im Studium?

Paul: Noch nicht ganz. Am Anfang gibt es erstmal ein Grundlagenstudium. Den Schwerpunkt wähle ich dann erst später. Das gefällt mir ganz gut, weil ich noch nicht entschieden habe, worauf ich mich spezialisieren möchte. So bekomme ich Zeit, mir alle Bereiche erstmal ganz in Ruhe anzuschauen und zu überlegen, was mir am meisten liegt. Ich werde mich dazu auch noch mit einem Profi aus der Fachstudienberatung der BTU zusammensetzen und meine Möglichkeiten ausloten. Vielleicht wird es das Fachgebiet Robotik, wo es eine Schnittstelle zur Informatik gibt. Das klingt zumindest ziemlich zukunftsorientiert. Aber vielleicht wird es doch eher was, was mehr zu meinen eigentlichen Hobbys passt. Dann kann ich meine Online-Kurse direkt beim Schrauben am Motorboot absolvieren;-).

Marco: Auf jeden Fall aufregend und auch keine leichte Entscheidung. Schau, dass du Hobby und Studium gut verbinden kannst. Das wäre eine echte Win-Win-Situation für dich. Genug jetzt vom Studium. Schön, dass wir jetzt das Wochenende gemeinsam verbringen können. Die Lausitz kenne ich bisher nämlich noch gar nicht! Wie kommst du hier zurecht? Zeigst du mir noch heute das Schmuckstück – dein zukünftiges Motorboot?

Paul: Klar, du kannst mit mir die erste Testfahrt machen. Wusstest du eigentlich, dass die Lausitzer Seenkette über 7.000 Hektar Wasserfläche hat? Da können wir heute noch eine gute Strecke zurücklegen. Ich mag die Lausitz. Sie ist für mich der perfekte Ort. Wenn ich dieses Motorboot in Schwung habe, darf ich damit regelmäßig ausfahren. Reparieren kann ich es dann auch allein, dank meines Studiums.

Marco: Oh ja, auf Wasser habe ich jetzt auch richtig Lust! Dann lass uns doch mein Gepäck zu dir nach Hause bringen und direkt mal los! Ob ich immer noch im Steineflitschen besser bin als du?

Ein Wochenende am Wasser

Paul und Marco zwinkern sich gegenseitig zu und verbringen einen langen Tag am Wasser. Sie reden, schrauben und lassen die Steine hüpfen. Wie in früheren Zeiten. Ein Wochenende vergeht und im Gespräch stellen beide fest, dass sie alles richtiggemacht haben. Sie haben ihren Wunschstudiengang fest im Blick und ihre Interessen dabei nicht vernachlässigt. Könnten eine Freundschaft und ein Studium schöner sein?

Finde deinen eigenen Weg, schau auf deine Interessen und entdecke die vielen Möglichkeiten im Studienland Brandenburg, um dein Talent in einem Wunschstudium aufscheinen zu lassen!

 

Du möchtest mehr zu spannenden Themen und Online-Angeboten zur Studienorientierung erfahren? Du hast noch Fragen zu deinem Wunschstudiengang? Dann folge uns auf Instagram @deine.stubb oder kontaktiere die Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

 

Dein Kontakt für Fragen zum Studiengang Maschinenbau an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg:

Mark Eisentraut
T +49 (0) 355 69-4188
mark.eisentraut@b-tu.de

Jannis blickt aus dem Fenster seiner WG im Studentenwohnheim in der Bernauer Heerstraße in den nahe gelegenen Wald. Seit letztem Herbst studiert er mittlerweile an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) den Studiengang Ökolandbau und Vermarktung. Wie im Flug ist die Zeit vergangen und es kommt ihm beinahe wie gestern vor, als er mit seinen beiden Mitbewohnern, Philip und Micha im Oktober Pilze sammeln war, die Stadt erkundet hat und zum ersten Mal an der Hochschule war.

 HNEE – ein Rückblick

Mittlerweile hat sich Jannis gut eingelebt und Eberswalde ist inzwischen zu einem richtigen Zuhause für ihn geworden. Er fühlt sich wohl und findet sich gut zurecht – was zugegebenermaßen auch nicht sehr schwer ist, denn hier liegt alles nah beieinander, weshalb sich Eberswalde besonders gut mit dem Rad erkunden lässt. Anfangs war er noch frustriert darüber, dass er nicht, wie geplant, mit Marco in Berlin zusammenziehen konnte, aber nachdem Marco schließlich den Zulassungsbescheid von der Uni Potsdam für seinen Wunschstudiengang Ernährungswissenschaft erhielt, war die Zeit einfach zu knapp, um noch eine bezahlbare Wohnung zu finden. Sie wären am liebsten in einen Berliner Bezirk gezogen, von dem man sowohl gut nach Eberswalde als auch nach Potsdam pendeln konnte, was normalerweise mit dem Zug problemlos möglich wäre. In Eberswalde war die Wohnungssuche viel einfacher und so war Jannis in seiner WG am Waldrand gelandet, während Marco noch ein Zimmer im Studentenwohnheim in Potsdam gefunden hatte. Jetzt können sich die beiden zwar nicht jeden Tag sehen, sparen aber eine Menge Geld durch die Miete. Für die Zimmer im Studentenwohnheim zahlen beide jeweils nur zwischen 200€ und 260€ pro Monat – das wäre in Berlin undenkbar gewesen.

 HNEE – Einblicke

Die Natur so nah an seiner Wohnung zu haben, genießt Jannis sehr. Manchmal vermisst er aber das typische Studentenleben, das Mitwirken in Initiativen wie der AG Agrarpolitik oder der Gruppe, die den Campusgarten bewirtschaftet und natürlich die legendären Studentenpartys, von denen seine Schwester und seine Eltern in Erinnerung an ihre Studienzeit immer geschwärmt haben.  Wenn nicht gerade alles wegen Corona geschlossen wäre, könnte er wenigstens zu einem der Ökostammtische seiner Hochschule, zum Poetry-Slam oder zum Impro-Theater gehen.  Eberswalde ist zwar mit seinen 40.000 Einwohner:innen nicht Berlin, hat aber normalerweise trotzdem einiges für die rund 2.300 Studierenden zu bieten, wie z.B. das jährlich stattfindende Filmfestival Provinziale oder das Festival PurPur mit Konzerten im Forstbotanischen Garten.

 HNEE – Fokus auf Praxis und Lehre

Die Dozent:innen habenden Studierenden praktische Exkursionen in Kleingruppen in Aussicht gestellt, sobald die pandemische Situation dies wieder zulässt. Im zweiten Semester soll nämlich das Pflichtmodul „Projektmodul Studienpartner Ökobetrieb“ absolviert werden. Darin bearbeiten Studierende während der kompletten Vorlesungszeit an je einem Tag der Woche in Kleingruppen konkrete betriebliche Fragestellungen von Praxispartner:innen. Nach dem Prinzip des projektorientierten Lernens werden so durchschnittlich 13 Projekte im Sommersemester bearbeitet. Weil er viele Fächer richtig spannend findet, kommt Jannis mit der Online-Lehre gut zurecht. Allerdings fällt ihm das Fach „Einführung in die Ökonomie der agrarischen Landnutzung“ schwer; es geht ihm dort zu schnell voran.

In einem Telefonat mit seinem Freund Marco erzählte ihm dieser, dass er große Schwierigkeiten hatte, sich in seinem Studiengang Ernährungswissenschaft die Fachbegriffe in Allgemeiner und Anorganischer Chemie zu merken und er deswegen in einer kleinen Lerngruppe ist.

Dank diesem Tipp hat Jannis auch eine Online-Lerngruppe ins Leben gerufen. Dort kann er sich viel besser motivieren und traut sich auch mehr Fragen zu stellen. Außerdem lernt er so einige seiner knapp 50 Mitstudierenden besser kennen.

HNEE & UP – Prüfungsstress und Studienstruktur im Telefongespräch

Jannis: Hi Marco, ich habe bald Prüfungen und bin schon echt aufgeregt.

Marco: Geht mir auch so. Wir müssen im ersten Semester alle Grundlagenkurse absolvieren in Mathematik und Statistik, Physik, Grundlagen der Biologie und Chemie. Das ist ganz schön viel zu lernen. Mir war das anfangs gar nicht so klar, aber der erste Teil meines Studiums widmet sich komplett dem erforderlichen naturwissenschaftlichen Basiswissen und danach im zweiten Studienteil können wir unser Wissen fachspezifisch erweitern und vertiefen. Und unsere Bachelorarbeit ist sogar in der Regel eine experimentelle Abschlussarbeit, das heißt, auf Antrag beim Prüfungsausschuss kann die Bachelorarbeit auch extern z.B. in einem Industriebetrieb oder einer Klinik durchgeführt werden. Ich kann mir das heute noch gar nicht vorstellen. Welche Prüfungen stehen bei dir als nächstes an?

Jannis: Also ich habe sechs Prüfungen z.B. Biologie der Nutzpflanzen und Nutztiere, Einführung in den Ökologischen Landbau und die nachhaltige Entwicklung und Einführung in die Ökonomik der agrarischen Landnutzung. Puh, überhaupt nicht mein Ding! Aber mit der Lerngruppe geht das schon!  Wie du weißt, habe ich am Waldcampus ein Modul mit dem Titel Agroforst belegt. Das macht mir immer noch viel Spaß. Erinnerst du dich, als ich dir ganz am Anfang von der Exkursion zu der Versuchsfläche der Hochschule erzählt habe? Die HNEE realisiert in verschiedenen Versuchsflächen auf mehreren Hektar Land eine Art Reallabor damit die Studierenden schon am Anfang ihres Studiums die regionalen Spezifika von Bodenbeschaffenheit und Pflanzenanbau kennenlernen. Das war richtig cool.

Marco: Das klingt doch super. Mein Studiengang kooperiert mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DlfE), bei dem ich mich nach einem Studijob erkundigen wollte. Dort wird zum Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit geforscht. Mal sehen, wie es im nächsten Semester mit der digitalen Lehre weitergeht und wann wir wieder reguläre Präsenzveranstaltungen haben.

Jannis: Also ich hätte anfangs nicht gedacht, dass mir die Einhaltung der Corona-Regeln im Studium so wenig ausmachen würde. Die Online-Vorlesungen sind immer sehr gut besucht. Manchmal sind bis zu 50 Kommiliton:innen im Online-Meeting mit dem Tool BigBlueButton anwesend. Hier sind oftmals auch Leute aus anderen Studiengängen dabei. Sogar Philip, mein Mitbewohner, sitzt mit mir in verschiedenen Vorlesungen zusammen, obwohl er Forstwirtschaft im Bachelor studiert.

Marco: Das ist bei uns ähnlich: Die Grundlagenkurse müssen alle Studierenden der Life-Science-Studiengänge belegen und nicht nur die Ernährungswissenschaftler:innen.

 HNEE & UP – Studialltag und Praktikumspläne

Marco: Aber mal was ganz anderes: Wie war eigentlich euer Ausflug nach Berlin letzte Woche? Sorry, dass ich jetzt erst nachfrage. Ich hatte die ganze Woche mit meiner Hausarbeit im Modul „Mikrobiologie und Genetik“ zu tun. Hast du es nun endlich geschafft, das Brandenburger Tor zu sehen?

Jannis: Ja, habe ich. Wir haben von Eberswalde nur ungefähr 40 Minuten bis ins Berliner Zentrum gebraucht. Das ging richtig schnell. Hätte ich schon viel früher mal machen sollen. Aber das Brandenburger Tor habe ich mir ein bisschen spannender vorgestellt – es war viel kleiner als ich erwartet habe. Trotzdem war es ein schöner Tag. Schade, dass du keine Zeit hattest. Es wäre super, wenn wir das im Sommer noch einmal gemeinsam machen könnten. Mit dem Semesterticket kostet uns das auch fast nichts. Ich freue mich schon darauf, mit dir wieder quer durch ganz Brandenburg und Berlin fahren zu können.

Marco: Ja, das geht mir auch so. Ich nutze das Ticket ja seit einem Semester fast ausschließlich dafür, dich in Eberswalde zu besuchen. Wie läuft es in deiner WG? Gibt es irgendwelche Neuigkeiten?

Jannis: Es läuft richtig gut. Ohne meine Mitbewohner wäre ich im Lockdown echt aufgeschmissen. Wir verstehen uns nach wie vor mega, obwohl wir ziemlich viel aufeinander hocken. Zum Glück haben wir ähnliche Interessen, über die wir uns unterhalten, ganz andere als in der Schule. Wir kochen eigentlich immer zusammen. Stell dir vor, Micha hat letztens für uns vegetarische Burger gemacht. Die waren richtig gut. Manchmal holen wir uns auch etwas in einem vietnamesischen Street-Food-Imbiss. Das müssen wir unbedingt mal machen, wenn du mich das nächste Mal besuchst! Wenn es wieder möglich ist, wollen wir ein paar landwirtschaftliche Betriebe in der Umgebung mit dem Fahrrad besuchen. Ich habe mir schon einige rausgesucht, die sehr spannend klingen. Ich glaube, dass auch ein Milchhof darunter ist. Vielleicht kannst du dort dein Schwerpunktpraktikum machen? Dann würden wir uns auch wieder öfter sehen. Das wäre doch was!

Marco:  Tolle Idee, das schaue ich mir gerne mal an und gehe ins Gespräch mit unserer Praktikumskoordinatorin.

Marco googelt gleich die neuen Infos, die er von Jannis erhalten hat. Die Arbeit auf einem Bauernhof mit milchproduzierendem Vieh kennt er zwar schon von seinem Work & Travel-Aufenthalt in Kanada, aber er ist gespannt, wie sich die Arbeitsweise in einem deutschen Betrieb von den Abläufen auf dem kanadischen Hof unterscheidet.

 

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Du möchtest ebenfalls dein Wunschstudium finden oder du hast Fragen zur Studienorganisationen, zu Wohnheimplätzen und Prüfungen- dann schau auf unser Instagramprofil @deine.stubb und informiere dich. Bei weiteren Fragen stehen dir unser Messenger und die jeweiligen Studienberatungen der verschiedenen Hochschulen gern zur Seite. Schreib uns einfach an!

 

Das erste Semester haben Marco und Jannis fast geschafft. Sie konnten einige Methoden des Zeitmanagements testen und erproben. Nun stehen die ersten Prüfungen an und damit liegt wieder eine ganz neue Phase im Studium vor ihnen. Vor allem in Bezug auf die zeitliche Struktur und die Organisation des Alltags ist die Prüfungsphase oft eine Herausforderung. Dadurch, dass Jannis und Marco sich bereits am Anfang des ersten Semesters mit der Struktur und Organisation des Studienalltags beschäftigt haben, wissen sie, dass sie sich schon im Vorfeld gut organisieren müssen. Durch eine gute Planung kann die Prüfungszeit auch unter besonderen Umständen gut gemeistert werden.

Marco: Hey Jannis, Mensch, ich habe schon etwas Angst vor den kommenden Prüfungen. Damit ich sehe, bis wann ich welche Aufgaben erledigen muss, habe ich mir im Vorfeld eine Übersicht über meine Prüfungen für dieses Semester erstellt. Hier habe ich immer schon alle wichtigen Informationen für die jeweilige Prüfung eingetragen.

Jannis: Hallo Marco, bisher bin ich nur etwas aufgeregt. Wir haben uns ja schon im Vorfeld mit einigen Zeitmanagementmethoden beschäftigt und für die Prüfungsplanung können wir davon auch einiges nutzen. Ich habe jetzt begonnen, mit der 1-3-5-Methode zu arbeiten. Außerdem musste ich mich schon mit den Themen für zwei Hausarbeiten auseinandersetzen, damit ich die Inhalte mit den jeweiligen Lehrenden absprechen konnte. Wie sieht es denn bei dir aus?

Marco: Ja, mit Hilfe der 1-3-5-Methode erstelle ich mir für jede Woche einen Lernplan. Eine Hausarbeit muss ich auch bald abgeben. Dann habe ich aber auch zwei Klausuren, ein Projekt und eine mündliche Prüfung. Ich merke aber, dass es mir immer schwerer fällt, mich beim Arbeiten und Lernen zu konzentrieren. Irgendwie ist so langsam die Luft raus, ich freu mich schon auf die Semesterferien, um mal wieder ein bisschen vom Prüfungsstress abschalten zu können.

Jannis: Wenn du dich nicht so gut konzentrieren kannst, probiere doch mal die Pomodoro-Methode aus. Sie wurde in einem Vortrag zum Zeitmanagement beim digitalen Infotag „Einblicke“ der BTU Cottbus-Senftenberg und des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg vorgestellt und geht auf den Italiener Francesco Cirillo zurück, der mit einer Art Eieruhr seine Arbeitsabläufe strukturierte. Diese Uhr sah wohl aus wie eine Tomate (auf ital. pomodoro) und darum heißt die Methode jetzt Pomodoro-Technik. Dafür musst du dir im Vorfeld kleine Aufgabenpakete erstellen und deine Stoppuhr oder deinen Timer auf 25 Minuten stellen. Jedes im Vorfeld erstellte Aufgabenpäckchen sollte in 25 Minuten erfüllbar sein. Hast du deine Aufgabeneinheiten geplant, kannst du dich in die Arbeit stürzen. Bei der Pomodoro-Technik arbeitest du nämlich immer 25 Minuten und machst anschließend fünf Minuten Pause.

      Schema Pomodoro-Methode

Das ist dann quasi eine Einheit und diese wiederholst du zwei- bis dreimal. Im Anschluss machst du eine größere Pause von 15 Minuten und wenn du magst, kannst du noch eine Runde so weiterarbeiten.

Ebenso ist es möglich, diese Methode auf die 60-60-30-Methode zu erweitern. Der Ablauf und das Schema sind die gleichen, nur die Zeitblöcke sind länger. Das heißt, hier arbeitest du erst 55 Minuten, machst eine Fünf-Minuten-Pause und dann arbeitest du noch einmal 60 Minuten und pausierst dann 30 Minuten. Ich probiere die Pomodoro-Technik gerade beim Schreiben meiner Hausarbeiten aus. Das wissenschaftliche Arbeiten fällt mir nämlich auch noch schwer. Wie ich gesehen habe, gibt es auch einige Apps, die dich bei dieser Methode unterstützen können. Ich teste gerade die Focus-To-Do-App als Unterstützung. Es gibt aber auch Timer im Internet.

Marco: Ich denke, ich probiere das auch mal, vielleicht klappt es so besser. Mit dem Erstellen einer wissenschaftlichen Arbeit habe ich auch noch Schwierigkeiten. Uns wurde gesagt, dass die Hochschulen meist einen Leitfaden mit dem Aufbau einer Haus-/Seminararbeit, wie z.B.: mit den gewünschten Zitierweisen und der geforderten Formatierung, zur Verfügung stellen. Außerdem habe ich gesehen, dass ich mir im Vorfeld einen Zeitplan aufstellen soll.

Jannis: Ja, da hat mir meine Schwester schon einen Tipp gegeben: Sie meinte, ich soll immer vom Abgabetermin rückwärts rechnen, damit ich sehe, wie viele Wochen ich hätte. Natürlich muss ich auch meine anderen Prüfungen beachten und private Termine berücksichtigen. Jedoch kann ich auf diese Weise die Arbeitspakete kleiner machen. Noch ist es aber wirklich schwer abzuschätzen, wie lange ich für welche Arbeitsschritte benötige. Mein Plan für meine letzte Hausarbeit in diesem Semester sieht wie folgt aus:

Marco: So einen habe ich mir auch erstellt. Ich glaube, wir sind doch ganz gut vorbereitet auf unsere Prüfungen und ich fühle mich jetzt schon viel beruhigter. Ich habe von anderen Studierenden aus höheren Semestern gehört, dass im März und im Sommer oft eine Möglichkeit angeboten wird, gemeinsam mit anderen Studierenden eine Nacht lang an den aufgeschobenen Hausarbeiten zu arbeiten. Hier sind dann auch Schreibberaterinnen und -berater dabei, die noch einmal Fragen zum Zitieren und zum Aufbau einer Hausarbeit beantworten. Vielleicht wird dieses Semester an unseren Hochschulen auch wieder eine Lange Nacht der Hausarbeiten oder des Schreibens angeboten.

Jannis: Das ist eine tolle Idee, da bin ich dann auch dabei!

Du möchtest mehr über spannende Themen rund um den Studienalltag erfahren? Folge uns auf Instagram @deine.stubb

Du hast noch Fragen zu deinem Wunschstudiengang? Dann kontaktiere die Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen!

 

Marco sitzt mit Daniel am Salzhofufer in Brandenburg an der Havel und sie unterhalten sich über ihr Studium. Daniel hat sich zum Wintersemester 2020/21 für den neuen Studiengang Elektromobilität an der Technischen Hochschule Brandenburg eingeschrieben und erzählt Marco nun von seinen ersten Monaten im Studium und warum er sich für diesen Studiengang entschieden hat.

Daniel: Durch Fridays for Future und und andere Organisationen habe ich begonnen, mich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen und mich gefragt, welchen Beitrag zum Klimaschutz ich leisten kann. Dabei finde ich es besonders wichtig, nachhaltige Technologien zu fördern. Darum habe ich mich für den Studiengang Elektromobilität entschieden.

Marco: Was gehört denn alles zur Elektromobilität?

Daniel: Naja, im Grunde alle technischen Geräte oder Verfahren, die Personen oder Güter durch elektromotorische Antriebe in Bewegung bringen bzw. muskelbetriebene Bewegungen unterstützen. Das umfasst Fahrzeuge, E-Loks, Transport- und Handling Systeme, Exo-Skelette – z. B. Knieantrieb oder Treppensteighilfen – und Drohnenantriebe. Es ist vielseitiger als man denkt.

Marco: Das hört sich wirklich alles sehr technisch an und klingt echt vielseitig.

Daniel: Genau! Es ist ein fächerübergreifender Studiengang aus Maschinenbau und Elektrotechnik.

Marco: Wow, das klingt echt sehr mathe- und physiklastig. Das war ja in der Schule nicht so mein Ding. Ich würde da viel Hilfe brauchen.

Daniel: Da haben wir an der Hochschule viel Unterstützung. Es gibt Tutorien und Laborübungen, bei denen man viel fragen kann und wir haben sogar ein Buddy-Programm. Hier bekommt man eine Studierende bzw. einen Studierenden aus einem höheren Fachsemester zur Seite gestellt, die bzw. der einem bei den unterschiedlichsten Sachen Hilfestellung gibt. Man kann die Buddies ganz einfach über YouTube und Instagram erreichen.

Marco: Und wie läuft das jetzt gerade mit den Vorlesungen? Es ist ja keine Präsenzlehre mehr, wie kommst du damit klar?

Daniel: Ach, das geht besser als gedacht. Wir haben viele Online-Vorlesungen und Übungen. Hier sind wir in kleinere Gruppen eingeteilt, so dass man dann seine Fragen online stellen kann. Einen Vorteil hat es: Man kann sich einige Vorlesungen mehrmals ansehen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Und die Dozentinnen und Dozenten sind per Mail, Telefon oder Videochat erreichbar. Aktuell lernt man seine Kommilitoninnen und Kommilitonen eher online kennen.

Marco: Und kannst du dich selbst motivieren? Jannis und ich haben uns dazu verschiedene Methoden angesehen und wurden zur Organisation des Studiums beraten.

Daniel: Durch das Buddy-Programm konnte ich mit meinen neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen Lerngruppen bilden und so können wir uns zusammen motivieren. Außerdem unterstützen uns unsere Buddies mit spannenden Lerntipps, aber auch mit Tipps zur Erholung innerhalb der Stadt. Ich muss sagen, ich bin froh, dass meine neue Hochschule so ein ausgezeichnetes Online-Angebot für neue Studierende hat. So konnte ich trotz Online-Vorlesungen neue Leute kennenlernen.

Buddy-Programme wie an der TH Brandenburg gibt es auch an anderen Hochschulen, z.B. zur Unterstützung von internationalen Studierenden, die für ein Auslandssemester neu an der Hochschule sind oder sogar ihr komplettes Studium im Ausland absolvieren.

 

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