Erinnerst du dich noch an Vivien? Viviens internationalen Start an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (EUV) konntest du im Juni-Blogartikel begleiten. Heute studiert Vivien im 1. Semester Kulturwissenschaften. Nachdem sie sich online für den Studiengang eingeschrieben hat, hat sie sich als Ersti gut eingelebt und ihr Interesse für interkulturelle Begegnungen ist stärker denn je.  Vivien hat gerade begonnen europäische Luft zu schnuppern, doch wie international kann ein Studium im Land Brandenburg eigentlich sein?

Lauf Vivien, lauf!

Nach ihrem Spanischkurs joggt Vivien mal wieder an der Oder entlang, um auf andere Gedanken zu kommen. Sie fühlt sich in Frankfurt (Oder) schon „fast“ wie zu Hause. Sie genießt die kleinen Ausflüge an den Helensee – der kleinen Ostsee Frankfurt Oders, das gemeinsame Stadtbummeln mit Freundinnen in der alten Hansestadt und das frische Frankfurter Hefeweizen am Freitagabend, welches direkt hier in der deutsch-polnischen Doppelstadt gebraut wird. Vivien kann mittlerweile sogar schon etwas Polnisch sprechen. Doch vor allem will sie in ihrem Studium die Welt entdecken, Kulturen kennen lernen, ihre Sprachkenntnisse erweitern und vielleicht auch einmal an einer der vielen Partneruniversitäten der EUV studieren.

Als sie die Oderpromenade entlang joggt und dabei die Grenzbrücke zu Słubice (Polen) passiert, erblickt sie einen jungen Studenten, der anscheinend mit seiner Mutter telefoniert. „Ja Mutti, es geht mir gut. Ja Mutti, ich esse auch regelmäßig, …“. Vivien kann sich ein Schmunzeln kaum verkneifen und erinnert sich noch genau, wie es ihr vor ein paar Wochen erging, als sie nach Frankfurt (Oder) zog. Das Gefühl nun endlich auf eigenen Füßen zu stehen und das Leben selber in die Hand zu nehmen. Ein großartiges Gefühl!

Beim Joggen schaut Vivien auf die schnellfließende Oder. Ob sie ihr Lauftempo dem Fluss anpassen kann? Sie versucht es und lässt den Fluss nicht aus den Augen. Da passiert es auch schon fast. Vivien kann gerade noch abbremsen und kommt vor einer Gruppe Kommilitoninnen zum Stehen. „Ach, Vivien ist mal wieder zügig unterwegs!“, sagt eine Studentin und alle müssen lachen. Man kennt sich, man grüßt sich und man kann zusammen lachen. Ganz ungezwungen. Genau das wollte Vivien immer. Ein Studienort, der geprägt ist von akademischer Lehre, Studierenden und einer Weltoffenheit. So hat Vivien in den ersten Wochen schon viele Kontakte knüpfen können und hat Freunde aus den verschiedensten Ländern der Welt gefunden.

Wieder im Studierendenwohnheim in der August-Bebel-Straße angekommen, begegnet Vivien einem Mitbewohner, der gerade versucht mit seinem Smartphone eine ideale Laufstrecke zu finden. Als er Vivien in ihrem Viadrina-Lauftrikot erblickt, winkt er ihr zu. „Do you know a good jogging route?“, fragt Alejandro Vivien mit einem spanisch-mexikanischem Akzent. Vivien zeigt ihm ihre Route auf dem Smartphone und ein lebhaftes Gespräch entwickelt sich. Vivien erfährt, dass Alejandro gerade erst als Austauschstudent aus Mexiko an die EUV gekommen ist und ebenfalls Kulturwissenschaften studiert. Vivien ist sprachlos: „Du kommst aus Mexiko?“ Alejandro lächelt sie an: „Sí!“

International trotz Corona

Alejandro erklärt Vivien, dass er ein Auslandssemester unter Einhaltung der geltenden Corona-Maßnahmen auch in Pandemiezeiten wahrnehmen konnte und nennt ihr zugleich Kontaktpersonen der Abteilung für internationale Angelegenheiten der EUV und der Zentralen Studienberatung. Vivien kann es noch gar nicht glauben. Sollte ein Auslandsaufenthalt trotz Pandemie für sie möglich sein? Zurück in ihrem Zimmer nimmt Vivien sofort telefonischen Kontakt mit der Zentralen Studienberatung auf. Die Beratung am Telefon ist sehr ausführlich. Vivien kann alle ihre Fragen stellen und erhält sehr viele Informationen. Wie sich herausstellt, kann sie sogar in Kooperation mit dem Career Center ein Auslandspraktikum absolvieren und so zugleich erste berufliche Erfahrungen sammeln.

Studierende aus aller Welt treffen

Auf dem Instagram-Kanal der Zentralen Studienberatung @Viadrina sieht Vivien nur ein paar Tage später einen Post zu den International Days – einer Gemeinschaftsveranstaltung des Interstudis e.V. und der Abteilung für Internationale Angelegenheit, welche während der ersten Novemberwoche ganz viele Informationen und Austausch rund um das Thema „International studieren“ anbietet. Vivien ist total begeistert und notiert sich den Termin in ihrem Kalender.

Da Vivien nun immer spezifischere Fragen zum Auslandssemester und Auslandspraktikum einfallen und sie in Gedanken bereits ihren Koffer packt, vermittelt die Zentrale Studienberatung Vivien an eine direkte Ansprechperson in der Abteilung für internationale Angelegenheiten. Hier erhält Vivien einen Katalog mit allen Partneruniversitäten der Europa-Universität Viadrina. Vivien schaut sich alles noch einmal in Ruhe an und ist erstaunt. Die Europa-Universität Viadrina hat rund 250 Partneruniversitäten in 50 Ländern auf der ganzen Welt! Sogar ihre Wunschuniversitäten in Mexiko sind auf der Liste. Sofort erkundigt sich Vivien auf den Webseiten der Europa-Universität Viadrina nach den Anmeldezeiträumen für ein Auslandssemester und den geforderten Unterlagen. Sie recherchiert in der Restplatzvergabe für Auslandsaufenthalte innerhalb und außerhalb von Europa. BINGO! Ihr Entschluss steht: Sie plant ein Auslandssemester trotzt Pandemie – womöglich schon fürs Sommer- oder Wintersemester 2022.

Doch auch hier gilt: Erst bewerben, dann starten!

Vivien stellt die Bewerbungsunterlagen zusammen. Dazu gehören:

·       ihre Wunschuniversitäten in präferierter Reihenfolge

·       ihr Lebenslauf

·       relevante Sprachnachweise

·       ihr Notenauszug

·       ihre Immatrikulationsbescheinigung

Da Restplätze fortlaufend und nach dem „first come, first serve“- Prinzip vergeben werden, kontaktiert Vivien gleich die Koordination, um zu erfragen, ob ihr gewünschter Platz noch frei ist. Sie wird zu einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin des internationalen Büros eingeladen. Dort erhält sie die frohe Botschaft: „Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen Platz an der Universidad de Buenos Aires mit Start im kommenden Jahr ergattert.“ Vivien kann es kaum glauben und denkt sich: „So einfach kann es sein und alles ist perfekt. Sie hat noch Zeit sich weiter einzuleben und zugleich kann sie schon Einiges für ihren baldigen Auslandsaufenthalt vorbereiten. Die Europa-Universität Viadrina macht es möglich!“

Dich zieht es auch ins Ausland und du möchtest mehr zu den Möglichkeiten eines Auslandssemesters erfahren? Dann erfahre mehr dazu bei den regelmäßigen #meetyourstudentmonday Insta-Lives auf @deine.stubb, im WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen sowie auf studieren-in-brandenburg.de.

 

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Dein Kontakt zur Abteilung für internationale Angelegenheiten der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder):

T.: + 49 335 5534 2485
head-office@europa-uni.de

 

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Paul schließt den Ordner, in dem er gerade sein Abschlusszeugnis abgeheftet hat und damit auch ein erstes großes Kapitel seines Lebens, seine Schulzeit. Was für ein unglaubliches Gefühl!

Direkt nach der kleinen coronakonformen Abiturfeier geht es für ihn und seine Kumpels zwei Wochen in den Urlaub: Abschalten, feiern, den Sommer genießen und vor allem mal nicht an Corona denken. Das gelingt sehr gut, Corona ist kaum Thema. Während des Trips rückt vielmehr das Thema Zukunft immer mal wieder in den Mittelpunkt der Gespräche. Es zeigt sich, dass jeder der Freunde an einem unterschiedlichen Ausgangspunkt steht. Pauls bester Freund Maurice wusste schon früh, dass er Ingenieurwissenschaften studieren möchte, wohingegen David immer erst eine Ausbildung machen wollte. Doch was studiert Paul?

Für Paul war nur klar, dass er in die Fußstapfen seiner Schwester treten möchte und auch den Weg zum Studium einschlagen wird. Bis heute fehlt ihm jedoch die Idee, was ihn auf Dauer begeistern und motivieren würde und die Antwort auf die damit verbundene Frage: ,,Was möchte ich mal beruflich machen?“. Eines weiß Paul aber: Wenn er tatsächlich studieren möchte, muss er sich wirklich ranhalten, denn es gibt Bewerbungs- und Einschreibfristen und Paul ist sehr spät dran.

Am Wochenende kommt seine Schwester Sophie nach Hause, die im 5. Semester Psychologie studiert. Die Familie hört Sophie immer gespannt zu, was sie gerade Neues vom Uni-Leben zu berichten hat bzw. in dem Fall von den Hochschulangeboten in den Semesterferien. Sophie liebt und genießt ihr Studentinnendasein und begeistert auch Paul mit ihren Erzählungen. Er weiß, dass er an die Hochschule möchte, aber wie kann er sein Ziel zum Wintersemester zu starten angesichts der fortgeschrittenen Zeit und auch der fehlenden Fachrichtung jetzt noch erreichen?

Im Geschwistergespräch öffnet sich Paul seiner Schwester. Sophie erinnert sich an eine Freundin, die bei der Studienberatung als studentische Hilfskraft arbeitet. Über die sozialen Medien ist Marie schnell zu erreichen, die von einer Studienplatzbörse berichtet. Paul setzt sich an den Laptop und googelt. Der erste Treffer ist mit ,,Jetzt freie Studienplätze finden…“ betitelt und findet sich auf der Seite des Hochschulkompass – einem Informationsportal der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), in dem staatliche und staatlich anerkannte deutsche Hochschulen tagesaktuelle Informationen über ihre Studien- und Promotionsmöglichkeiten veröffentlichen. Das ist genau das Richtige. Aber …

… was ist die Studienplatzbörse?

Ein paar Klicks und Paul weiß Bescheid. Die Studienplatzbörse …

  • informiert tagesaktuell über die noch freien Studienplätze aller Hochschulen
  • öffnet zweimal im Jahr: Für das Sommersemester in den Monaten Februar, März und April sowie für das aktuelle Wintersemester 2021/2022 in den Monaten August, September und Oktober.
  • enthält grundlegende Informationen über ein Studienangebot, Bewerbungsfristen und Kontaktdaten
  • beinhaltet grundständige und weiterführende Studiengänge mit lokaler Zulassungsbeschränkung oder freiem Zugang
  • hat einen kostenfreien Zugang und erfordert keine Anmeldung
  • baut auf dem Hochschulkompass auf

Paul ist erleichtert. Alle noch freien Studienplätze werden ihm hier auf einen Blick angezeigt. Jetzt muss er unter diesen vielen Studiengängen nur noch das für ihn passende Studium finden.

Wie gut, dass die angezeigten Studiengänge nach grundständigen und weiterführenden Studiengängen, nach Fach und Ort, mit oder ohne Zulassungsbeschränkungen gefiltert werden können. So kann Paul die Studienangebote nach seinen Bedürfnissen sortieren.

Bei der Fachsuche ist Paul weiterhin unentschlossen, aber er weiß, dass er in Brandenburg bleiben möchte, in der Nähe seiner Familie.

Der Studium-Interessentest

Doch die mitunter wichtigste Frage nach dem passenden Studienfach bleibt weiterhin ungeklärt. Was macht er gerne? Was liegt ihm am Herzen? Was interessiert ihn? Paul ist verunsichert, wieso er sich hier so im Unklaren ist. In einem roten Kasten wird auf einen ,,Studium-Interessentest“ verwiesen. Trotz innerer Widerstände, einen weiteren solchen Test zu machen, der einem verspricht, das richtige Studium, den richtigen Weg zu finden, klickt sich Paul nach einer Anmeldung durch die 72 Fragen. Neugierig schaut sich Paul sein Ergebnis an, das ihm mitteilt, er sei der technisch-praktische Typ. Unpassend findet Paul das nicht, schließlich baut er gerne Lego Technik Modelle zusammen und das in akribischer Feinarbeit. Eine neue, aber wiederum auch nicht so neue Erkenntnis, jedoch so treffend hätte er es nicht einordnen können.

Genaues Match von Interesse und Studiengang

Diese Information nimmt Paul für sich mit und widmet sich erneut der Studienplatzbörse, die bei ihm weiterhin die Hoffnung weckt, dass auch er noch zeitnah einen Studienplatz ergattern wird.

In der Trefferliste erkennt Paul nun eine grüne Skalierung in den Informationsboxen zu den Studiengängen. SIT-Passung heißt es und ihm wird schnell klar, dass dies eine Passung zwischen seinem Testergebnis und den Studiengängen in der Studienplatzbörse ist. Großartig!

Paul werden jetzt freie grundständige Studiengänge angezeigt, die in Brandenburg liegen und seiner SIT-Passung entsprechen. Jeder Treffer zeigt ihm die wichtigsten Informationen zum Hochschul- und Studienort, zum Abschluss und zur Studienform. Die Infobox gibt zudem Hinweise auf Ansprechpartner und verweist auf Links zu den Webseiten der Hochschulen. Er kommt seinem Ziel, einem Studium, peu à peu näher und nimmt sich vor, am nächsten Tag auf den Webseiten der Hochschulen weiter zu recherchieren. Trotzdem ist ihm klar, dass heute gelistete Studiengänge am nächsten Tag unter Umständen schon nicht mehr in der Börse zu finden sein könnten. Für heute reichen ihm dennoch die Informationen und mit einem guten Gewissen klappt er seinen Laptop zu. Auf Instagram bedankt sich Paul noch schnell bei Marie für den Tipp und prüft gleich, ob der Hochschulkompass auch einen Instagram-Account hat. Check – der Hochschulkompass ist gefunden und erst letztens wurde hier ein Post über die Studienplatzbörse abgesetzt. Schnell wird Paul klar, dass er für diese Lebensphase nicht das letzte Mal auf der Webseite Hochschulkompass war. Seine Reise ins Studium kann also auch kurzfristig noch beginnen!

 

Dir geht es ähnlich wie Paul. Du bist Kurzentschlossen? Dann besuche die Seiten des Hochschulkompasses und gehe einfach an die „Börse“;-)

Weitere Informationen zum Hochschulkompass:
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Informationen zum Studium im Land Brandenburg:
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Normalerweise hat sich Anne ganz gut im Griff, nicht die Augen zu verdrehen, aber bei dieser Frage geht es nicht anders. „Und was willst du später werden?“ Fehlt nur noch, dass Tante Inge ihr in die Wange kneift und „dududu“ macht. Der Geburtstagskaffee von Annes Großmutter fing eigentlich ganz harmlos an, aber irgendwie landet das Gespräch immer wieder beim bestandenen Abitur und was Anne jetzt, wo sich der Juli dem Ende zuneigt, machen will.

„Jetzt beginnt der Ernst des Lebens!“, poltert ihr Großvater. Anne erinnert sich, dass er das vor zwölf Jahren zu ihrer Einschulung auch gesagt hat. Anscheinend wird das Leben immer ernster, je älter man wird. Dabei ist für Anne das Glas eigentlich immer halb voll. Aber mit Blick auf die Zukunft, hat sie tatsächlich ein bisschen Bauchschmerzen. Zwar erklärt sie Tante Inge nochmal den Plan ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. Aber das ist eher ein Alibi, die Fristen laufen in drei Wochen ab und beworben hat sie sich noch nicht. Was soll sie nur tun?

Puh, was für ein Tag

Abends wirft sie sich entnervt aufs Bett. Sie ist nicht lange alleine, als ihr Bruder Ben ins Zimmer tänzelt. Er balanciert ein Tablett mit Knabberzeug und Limo und ein paar Broschüren. „Geht’s noch?“, fragt Anne, während er es sich schon auf dem Sitzsack bequem macht. „Jaja, bei mir ist alles bestens“. Ben legt eine unverschämt gute Laune an den Tag, vielleicht auch deshalb, weil er den Geburtstag der Großmutter geschwänzt hat.

Insgeheim beneidet Anne ihren Bruder, der scheinbar schon immer wusste, dass er Tischler werden wollte. „Du siehst nicht gerade glücklich aus in letzter Zeit. Immer wenn dich einer fragt, was du werden willst, machst du ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. Also, gehen wir das Ganze mal systematisch von A bis Z durch.“, sagt er und liest aus einem der Hefte vor, „Abfall- und Entsorgungstechnik.“ Anne starrt in sein erwartungsvolles Gesicht „Häh?“. Ben zückt einen Stift und lässt ihn über der Liste schweben. „Ja, nein, vielleicht? Ich gehe die Fächer und Berufe durch und du sagst, ob es dich interessiert.“

Nach einigem Zögern kommen die beiden in Fahrt. Es wird schnell klar, dass Anne weder Asphaltbauer: in noch Bauingenieur: in wird. Sie will kein Parkett legen und mit Kirchenmusik hat sie auch nichts am Hut. Nur bei Holzspielzeugmacher: in wird sie kurz schwach und bei der Fachkraft für Fruchtsaft-Technik kriegt sie einen Lachanfall. Aber eigentlich gar keine so schlechte Idee, die Berufe, die nicht in Frage kommen, auszuschließen. Auf Annes Zettel stehen am Ende vor allem Studienfächer: Altertumswissenschaften, Buchhandel, Dolmetschen, Journalistik, Kulturmanagement und einige „Reserve“-Fächer. An diesem Abend geht sie mit einem Kribbeln im Bauch schlafen, weil diese Liste konkreter ist als alles, was sie sich bisher unter Berufswahl vorgestellt hat.

Anne legt los

Am nächsten Tag fährt Anne an ihren Lieblingsort in ihrer Heimatstadt – die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam. Im Katalog hat sie ein paar Bücher herausgesucht. Als der Bibliothekar Wind davon bekommt und ihre Liste mit möglichen Berufen auf ihren Tisch sieht, meint er schmunzelnd: „warum wirst du nicht FAMI? Wir haben noch eine Ausbildungsstelle frei.“ Da Anne ihre Verwirrung anzusehen ist, legt er ihr eine Infobroschüre zur Fachangestellten für Medien und Information mit Fachrichtung Bibliothek hin. Eine Ausbildung? Zur Bibliothekarin? Da hat Anne gleich Filzrock, Pullunder und Hornbrille vor Augen. Aber sie will mehr als nur „pst“ machen und grimmig gucken, wenn jemand zu laut spricht – so stellt sie sich zumindest den Berufsalltag vor.

Anne beginnt im Netz zu recherchieren und wird vom Bibliothekar aufgeschreckt. „Wir schließen in 15 Minuten.“ Wo ist nur die Zeit geblieben? Zuhause stürmt sie mit einem schwer beladenen Rucksack und einer großen Auswahl bekritzelter Zettel in das Zimmer ihres Bruders. „Du hast da was.“ grinst er, als er die roten Flecken auf den Wangen seiner Schwester sieht. „Guck dir das an.“ drängt ihn Anne und macht feinsäuberliche Häufchen von Büchern und Notizen auf dem Teppich.

Kurz vorm Ziel und dann?

„Ich hab alles recherchiert über Bibliothekswissenschaft und Informationswissenschaften, wusstest du, dass man FAMI in fünf Fachrichtungen machen kann? Und die machen tatsächlich mehr als nur „pst“ und dann gibt es noch Informations- und Datenmanagement, wusstest du, dass man sowas studieren kann?“, Anne ist in Fahrt und referiert noch eine Viertelstunde weiter, bis Ben in die Hände klatscht und meint: „Und was davon willst du jetzt machen?“ Anne sinkt zusammen wie ein angestochener Luftballon. Daran hatte sie in ihrem Eifer gar nicht mehr gedacht. Beide schweigen eine Weile. Anne ist ihrem Bruder total dankbar, dass er keine blöden Kommentare macht.

Anne merkt schließlich, wo der Haken ist. „Was ist, wenn mir später ein anderes Fach besser gefällt?“ Ben scheint auf alles eine Antwort zu haben „Weißt du wie viele Studiengänge und Ausbildungsberufe es in Deutschland gibt? Die kannst du niemals alle durchprobieren.“ „Aber verpasse ich dann nicht was?“, meint Anne und fühlt sich etwas erschlagen von der Erkenntnis. Aber Ben weiß auch hier Rat „Ich weiß, ich klinge jetzt wie Tante Inge, aber man kann tatsächlich nicht alles haben im Leben. Ich glaub du musst den Beruf finden, wo du dir beides gut vorstellen kannst: zum einen es zu werden, es zu lernen und zum anderen, es für den Rest deines Lebens zu machen.“

Nach diesem großen Haufen brüderlicher Weisheit, muss Anne ihren Bruder erstmal fest drücken. Am Morgen geht sie die Stapel durch und stellt sich immer wieder die Frage: Was will ich werden, was will ich sein? Zwar kann sie sich den Beruf der Bibliothekarin vorstellen, aber die Ausbildungs- oder Studieninhalte fesseln sie nicht so wirklich. Die Vorlesungen für Informations- und Datenmanagement sind zwar interessant, aber Anne zweifelt ob sie damit langfristig glücklich wird. Dann entdeckt sie den Zettel wo sie Schriftkunde drauf gekritzelt hat. Wozu gehörte das noch gleich? Zum Bachelorstudiengang Archiv an der Fachhochschule Potsdam.

Es macht „Pling“

Anne hält unbewusst die Luft, je weiter sie sich die Fächerübersicht anschaut. Ein bisschen Geschichte ist mit drin, Informatik, aber nicht zu viel, Medien, Informationsrecht und Historische Hilfswissenschaften. Das klingt ein bisschen geheimnisvoll, aber der Studienwahl-Assistent macht sie neugierig und zeigt auch Möglichkeiten, wie es nach dem Studium weitergehen kann. Und das Beste ist, der Studiengang wird an der Fachhochschule Potsdam angeboten. Da kommt sie mit den Öffentlichen ganz gut hin. Zumindest besser als ins sechs Stunden entfernte Marburg, wo die Archiv-Ausbildung im Öffentlichen Dienst angeboten wird. Sie nutzt den WhatsApp-Chat des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg, um rauszubekommen, ob es irgendwelche Zugangsbeschränkungen gibt. Aber der Bachelorstudiengang Archiv ist – welch Glück – zulassungsfrei.

Drei Tage später steht sie mit klopfendem Herzen vor dem Hauptgebäude der Fachhochschule Potsdam, eine beglaubigte Kopie ihres Abi-Zeugnisses, den Einzahlungsnachweis des Semesterbeitrags und den Versicherungsnachweis eng an sich gedrückt. Eigentlich hätte sie das auch per Post schicken können, aber so kann sie gleich mal den Campus kennenlernen. Die Einschreibung über das Online-Portal ging ratzfatz. Daten eingeben, Scan vom Abiturzeugnis hochladen, abschicken und dann „Pling!“ die Mail „Willkommen an der Fachhochschule Potsdam“. Sie gibt ihre Unterlagen am Empfang ab. Das war es. Anne ist jetzt Studentin. Sie schaut sich die Bibliothek und den Campus an, lässt sich im Campusgarten den Wind um die Nase wehen und kann es selbst kaum glauben.

Erst als sie zu Hause auf die Terrasse kommt, erinnert sie sich, dass sich Tante Inge ja zum Kaffee angekündigt hat. Das erklärt auch Bens säuerliche Miene, die sich aber schnell ändert, als Anne hereinrauscht. „Na, wo hast du dich schon wieder herumgetrieben? Solltest du dir nicht Gedanken um deine Zukunft machen?“, äußert sich ihre Tante pikiert über Annes Verspätung. „Ja, habe ich gemacht, ich werde Archivarin.“ erklärt sie einer verblüfften Tante Inge, klatscht sich mit Ben ab, schnappt sich einen Keks und lehnt sich zurück um den Schwall an Fragen zu beantworten, der ihr entgegenschwappt.

 

So schnell kann es gehen. Und plötzlich bist du Student: in – wie Anne. Wusstest du eigentlich, dass im Land Brandenburg die meisten Studiengänge zulassungsfrei sind? So hast du, auch als „Spätie“;-), noch alle Möglichkeiten, deinen Wunschstudiengang zu finden. Im Podcast der Campusspezialisten der Fachhochschule Potsdam erzählt dir Carolin, die Autorin dieses Blogartikels, zusammen mit einem Kommilitonen mehr über die Studiengänge Archiv und Bibliothekswissenschaft. „Reinhören lohnt sich!

Weitere Inspirationen und Last-Minute-Insiderwissen rund um deine Studienwahl bieten dir die regelmäßigen #meetyourstudentmonday Insta-Lives auf @deine.stubb, der WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen sowie natürlich alle Infos auf studieren-in-brandenburg.de.

 

Dein Kontakt zu den Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

Dein Kontakt zur Fachberatung des Studiengangs Archiv der Fachhochschule Potsdam:

Prof. Dr. Michael Scholz
T: +49 331 580-4528
michael.scholz­@fh-potsdam.de

Dein Kontakt zur Fachberatung des Studiengangs Bibliothekswissenschaften der Fachhochschule Potsdam:

Prof. Dr. Antje Michel
T: +49 331 580-4525
antje.michel­@fh-potsdam.de

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Die Zeit vergeht wie im Fluge. Nachdem Hatice Ihr Abiturzeugnis in der Tasche hat, kann sie sich nun endlich so richtig um die Studienvorbereitungen kümmern. Hatice wohnt in Wittstock-Dosse gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einer 3-Raum Wohnung. Ihr Wunsch nach den eigenen vier Wänden wird immer größer. Um ihrem Studium und dem Wunsch nach Unabhängigkeit schnell näher zu kommen, nahm sie bereits Ende April an den digitalen Studi’O Days des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg teil.

Ihre Entscheidung für ein Studium der Sport- und Gesundheitswissenschaften in Potsdam stand jedoch schnell fest. Sie reichte ihre Bewerbung ein und wartet nun auf den Bescheid der Hochschule.  Doch was war mit dem „Drumherum“ – der Organisation einer Bleibe und der Finanzierung ihres Studiums?

Sie erinnert sich an eine Veranstaltung des Studentenwerks Potsdam, in der ihr wichtige Tipps zum Studienstart mitgegeben wurden. Dabei ging es u. a. um die Bewerbung auf einen Wohnheimplatz, den BAföG-Antrag und das günstige Mittagessen in der Mensa. Nun möchte sie sich endlich für ein WG-Zimmer bewerben und fragt sich, was zu tun ist. Ein Anruf beim Service Point des Studentenwerks soll Licht ins Dunkel bringen.

Je früher desto besser: Onlinebewerbung auf einen Wohnheimplatz

Hatice: Hallo, Hatice Salib hier. Ich möchte – wenn alles gut geht und ich zugelassen werde – zum Wintersemester mit einem Studium an der Uni Potsdam beginnen. Nun frage ich mich, was ich vorab schon alles organisieren kann. Ich sitze gerade an dem Onlineformular für eine Wohnheimbewerbung. Kann ich das jetzt schon abschicken oder muss ich damit warten, bis ich den Zulassungsbescheid der Uni habe?

Kostja: Hallo Hatice. Wir können uns gerne duzen. Ich heiße Kostja und studiere auch hier in Potsdam, allerdings an der Fachhochschule. Das Studentenwerk ist sowieso für alle Studierenden der Technischen Hochschule Brandenburg, der Technischen Hochschule Wildau sowie der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf zuständig.

Gut, dass du nachfragst. Schicke unbedingt deine Bewerbung für einen Wohnheimplatz schon jetzt ab. Eigentlich wird sogar empfohlen, dass schon ein halbes, wenn nicht sogar ein ganzes Jahr vorher zu machen. Die Wohnheimplätze sind superbegehrt und es gibt immer viel mehr Bewerbungen als freie Zimmer. Das liegt zum einen daran, dass die durchschnittliche Miete inkl. aller Nebenkosten nur 250 Euro im Monat beträgt und es ansonsten auf dem freien Wohnungsmarkt kaum erschwingliche Zimmer gibt. Und zum anderen ist so ein Leben im Wohnheim total nett. Ich zum Beispiel wohne in der Breiten Straße im Zentrum von Potsdam und habe nach meinem Einzug vor zwei Jahren sofort Anschluss zu Kommiliton:innen gefunden. An der Hochschule bin ich in wenigen Minuten mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad.

Hatice: Okay, das klingt gut. Der soziale Kontakt zu anderen ist mir sehr wichtig und ich kann mir gut vorstellen, dass es mir im Wohnheim gefällt. Hoffentlich habe ich jetzt überhaupt noch eine Chance, wo ich doch so spät dran bin … Kann ich irgendetwas tun, damit meine Bewerbung am Ende erfolgreich ist?

Kostja: Du solltest auf jeden Fall beim Ausfüllen der Bewerbung darauf achten, dass du möglichst viele Optionen in Betracht ziehst und nicht nur einen Standort und eine Wohnform auswählst. Je mehr Möglichkeiten, desto größer die Chance auf einen Platz. Beispielsweise gibt es allein in Golm drei Wohnanlagen mit ganz unterschiedlichen Zimmertypen. Und auch wenn du eine WG bevorzugst, solltest du, um deine Chance zu erhöhen, auch andere Wohnformen mit auswählen. Eine weitere Möglichkeit wären Doppelzimmer, wo sich zwei Studierende ein Zimmer teilen. Das hat übergangsweise einige Vorteile, da du zumindest zum Studienstart ein Dach über den Kopf hättest und du so in aller Ruhe nach etwas Passendem suchen könntest.

Hatice: Und sollte ich jetzt keine Zusage vom Studentenwerk bekommen, hast du andere Tipps, wie ich eine Wohnung oder ein WG-Zimmer finden kann?

Kostja: Auf der Website des Studentenwerks findest du eine Linksammlung zu weiteren Anbietern, darunter auch Links zu städtischen Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften. Außerdem sind einige private Wohnungs- und Zimmerangebote dort inseriert. Und vielleicht wäre auch das neue Projekt „Wohnen für Hilfe“ etwas für dich. Das Motto lautet günstig in Potsdam wohnen und dabei Gutes tun. Bei dem Projekt bringt das Studentenwerk Menschen mit freiem Wohnraum und Studierende in Wohnpartnerschaften zusammen. Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Potsdamer:innen mit freiem Wohnraum stellen Studierenden ein günstiges Zimmer zur Verfügung und erhalten im Gegenzug deren Unterstützung und Gesellschaft im Alltag, z. B. bei der Kinder- und Hausaufgabenbetreuung, bei der Gartenarbeit oder bei der Versorgung von Haustieren. Gerade für sozial engagierte Studierende ist das ein gutes Angebot.

BAföG-Antrag stellen: Die Hälfte ist geschenkt

Hatice: Ah, danke für die vielen Infos. Gut zu wissen. Ein anderes Thema, das mich noch beschäftigt: die Studienfinanzierung. BAföG wäre ja eine Möglichkeit. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob ich das überhaupt bekomme und ich habe auch von einer Bekannten gehört, dass es gar nicht so leicht mit der Beantragung ist. Da ich aber eine Schwester habe, die bereits studiert und meine Eltern mein Studium nicht komplett finanzieren können, ist das für mich sehr wichtig. Kannst du mir Tipps geben? Ich würde ungern umsonst einen Antrag stellen.

Kostja: Das stimmt, die Antragsstellung nimmt schon etwas Zeit in Anspruch, vor allem das Zusammensuchen der Unterlagen, die es dafür braucht. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Trotzdem finde ich, dass sich der Papierkram lohnt, denn du bekommst schließlich mindestens die Hälfte geschenkt. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen. Der aktuelle Höchstsatz liegt bei 861 Euro monatlich. Je nachdem wie viel deine Eltern verdienen bzw. du selbst auf Vermögen zurückgreifen kannst, wird diese Summe individuell berechnet. Du kannst den Antrag übrigens auch online stellen. Dafür gibt es seit kurzem den Antragsassistenten BAföG Digital, der wirklich gut durch das ganze Prozedere manövriert. Auch hier gilt: Nicht zu spät den Antrag stellen. Du bekommst zwar ab dem Monat der Antragsstellung Geld, also wenn dein Studium im Oktober startet, müsstest du spätestens im Laufe des Oktobers den Antrag stellen, um von Anfang an Geld zu bekommen. Gleichzeitig solltest du aber bedenken, dass zum Semesterstart etliche Anträge eingehen und die Bearbeitungszeit bei 8 bis 10 Wochen liegt. Auch wenn du am Ende kein Geld bekommen solltest, hat es durchaus Vorteile BAföG beantragt zu haben. Denn auf einem BAföG-Bescheid steht schwarz auf weiß, was du für Geld zum Studieren bräuchtest. Das kann eine gute Grundlage sein, um z. B. mit den Eltern über die Studienfinanzierung zu sprechen. Ich empfehle dir auch, mal persönlich Kontakt zum Amt für Ausbildungsförderung aufzunehmen. Viele Fragen lassen sich am besten in einem persönlichen Telefonat klären.

Hatice: Danke, das werde ich machen. Falls ich tatsächlich BAföG bekomme, wird mir schon jetzt ein bisschen mulmig wegen der Rückzahlungen, die nach dem Studium anstehen …

Kostja: Das geht vielen so. Dabei ist das wirklich sehr moderat geregelt. Auch wenn im Falle eines Bachelor- und Masterstudiums insgesamt über 50.000 Euro BAföG möglich sind, musst du maximal 10.000 Euro zurückzahlen. Die Rückzahlungen beginnen frühestens fünf Jahre nach Ende der letzten BAföG-Zahlung und kann in Raten erfolgen. Pro Quartal sind das derzeit 390 Euro. Und das auch nur, wenn es der Kontostand erlaubt. Wenn nicht, kann man mit der Rückzahlung auch pausieren.

Den passenden Nebenjob suchen und finden

Hatice: Und wenn es mit dem BAföG nichts wird oder nur eine kleinere monatliche Summe bewilligt wird, was gibt es für weitere Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren?

Kostja: Viele Studierende jobben neben dem Studium. Manche finden Arbeit im Hochschulumfeld, z. B. als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl oder wie ich als Mitarbeiter im Studentenwerk. Andere arbeiten in der Kneipe, im Tourismusbereich oder im Einzelhandel. Es gibt da viele Möglichkeiten – sowohl was den Job als auch den Zeitumfang angeht. Schau am besten mal bei der Jobvermittlung für Studierende rein; dort findest du etliche Angebote. Andere wiederum ziehen auch ein Stipendium in Betracht. Da könntest du auch die Augen offenhalten. Es gibt zahlreiche Stiftungen mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen.

Und mittags in die Mensa!

Hatice: Super, danke. Wahrscheinlich wird es am Ende eh ein Mix aus den verschiedenen Optionen mit ein bisschen BAföG, finanzielle Unterstützung durch die Eltern und einem Nebenjob, der mir noch genug Zeit zum Studieren lässt. Eine andere Frage noch: Als ich mir neulich den Campus in Golm anschaute, fiel mir auf, dass es dort eine Mensa vom Studentenwerk gibt. Kann ich dort als Studentin einfach so essen gehen oder muss ich das vorher, wie ich es aus der Schule kenne, bestellen?

Kostja: Auf jedem Campus gibt es eine Mensa, meistens auch noch eine Cafeteria oder Kaffeebar. Die werden vom Studentenwerk betrieben. Du kannst da einfach spontan hingehen und musst nicht vorab bestellen. Normalerweise hast du die Wahl zwischen vier Angeboten. Für jeden ist etwas dabei, egal ob vegetarisch-vegan oder der Fleischburger. Alles wird frisch zubereitet und viele der verwendeten Produkte kommen aus dem Umland. Und das Beste: Es ist echt günstig. Ein Mittagessen kostet nur zwischen 1,60 und 2,60 Euro. Außerdem ist die Mensa DER Ort an der Hochschule. Ich kann mir eigentlich sicher sein, dass ich dort immer jemanden antreffe, um über die letzte Vorlesung zu sprechen oder den nächsten Partyabend zu planen.

Hatice: Toll, ich freue mich schon darauf, endlich mit dem Studium loslegen zu können. Jetzt weiß ich auf jeden Fall, was als Nächstes zu tun ist und wo ich mich in Zukunft bei allen Fragen außerhalb des Hörsaals hinwenden kann.

Hatice legt beruhigt das Handy beiseite. Das waren wirklich gute Tipps und sie weiß nun, wie sie sich um ihre Studi-Bude, das BAföG und ihren Nebenjob kümmern kann. Schon bald hat sie ihren ganz eigenen Mini-Campus auf Zeit.

 

Wie sieht es bei dir aus? Wartest auch du gerade auf deinen Zulassungsbescheid an einer der Brandenburgischen Hochschulen? Nutze den Sommer und stelle für dich die letzten Weichen, um schon bald richtig zu starten. Hilfe, Tipps und Insiderwissen bieten dir die regelmäßigen Insta-Lives auf @deine.stubb, der WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen sowie natürlich alle Infos auf studieren-in-brandenburg.de.

Dein Kontakt zu den Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

 

Dein Kontakt für die Themen Wohnen & Finanzierung im Studentenwerk Potsdam:  

Abteilung Wohnen
Tel.: +49 331 3706-501
wohnen@studentenwerk-potsdam.de

Amt für Ausbildungsförderung
Tel.: +49 331 3706-301
bafoeg@studentenwerk-potsdam.de

Jobvermittlung
Tel:: +49 331 3706-251
jobs@studentenwerk-potsdam.de

 

Weitere Infos zum Studentenwerk Potsdam:
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Es ist Dienstagnachmittag: Marco recherchiert für seine Schwester Alva auf der Webseite des Netzwerks Studienorientierung. Sie steckt mitten in den Abiturprüfungen, wollte aber unbedingt zum Hochschulinformationstag der Universität Potsdam. Doch wann ist der eigentlich? Marco checkt die Übersicht aller Hochschultermine der Brandenburgischen Hochschulen und notiert sich den 7.-11. Juni. Perfekt, er wird seine Schwester gleich anrufen. Doch siehe da: Während Marco auf der Webseite herumsurft, sieht er weitere neue Angebote. Die Hochschulen bieten sogar einen gemeinsamen Messenger-Chat an, in welchem Studieninteressierte Antworten auf all ihre Fragen rund ums Studieren im Land Brandenburg per WhatsApp erhalten? Das wäre doch auch was für Alva! Wenig später stößt er auf den Blog und dessen neuesten Artikel mit dem Titel: „Ich kandidiere!“ Marco stutzt. Geht es hier etwa um die Bundeskanzlerwahl? ;-) Natürlich nicht. Vielmehr wird die Geschichte einer jungen Abiturientin namens Vivien erzählt, die sich für ein Studium entscheiden und bewerben will – genau wie seine Schwester. Vielleicht bekommt Alva hier noch mehr Tipps für ihren Studienstart?

Marco beginnt interessiert zu lesen.

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Vivien lebt in Frankfurt (Oder), ist 18 Jahre alt und nimmt heute an einem von ihrer Schule organisierten Online-Studien-Orientierungsworkshop teil. So kurz vor ihrem Abitur beschäftigt sie häufiger die Frage: Studieren – Ja, aber was? Vivien hofft, heute vielleicht endlich eine Antwort zu erhalten. Der Workshop wird von zwei echten Studierenden gehalten und Vivien ist schon ganz aufgeregt. Sofort fallen ihr hunderte Fragen ein wie zum Beispiel: Wie läuft eigentlich eine Vorlesung ab? Gibt es einen Stundenplan? Was sind eigentlich diese ECTS-Punkte und was muss sie überhaupt tun, um an einer Hochschule angenommen zu werden? Spielt da dieser berüchtigte Numerus Clausus (NC) eine Rolle, vor dem sie schon ein wenig Angst hat? Fragen über Fragen.

Der Online-Workshop startet.

Die zwei Studierenden namens Pablo und Lea stellen sich als Viadrina-Botschafter*innen von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) vor. Sie berichten, dass sie Kulturwissenschaften studieren und den Schüler*innen heute einen kleinen Einblick in ihr Studium geben. Kulturwissenschaften? Vivien hatte sich bereits im Internet kurz über diesen Studiengang informiert, weil sie das internationale Profil der Europa-Universität Viadrina sehr ansprechend fand. Gleichzeitig hat sie jedoch Bedenken, dass ihre Noten nicht den Anforderungen entsprechen. Die Viadrina-Botschafter*innen berichten indes von ihrem Alltag als Studierende, von den täglichen Hürden und Herausforderungen, aber auch von der Sonnenseite des Studiengangs. Pablo erzählt der Klasse, wie er ein Jahr an der Universität in Buenos Aires studiert hat. Auch Lea berichtet von ihrem Auslandssemester an einer Universität in Japan. Nach einer Stunde endet der Workshop. Vivien nimmt allen Mut zusammen und spricht die beiden Botschafter*innen in der Abschlussrunde persönlich an. Sie erklärt, dass sie sich eigentlich genau solch eine Freiheit, Offenheit und vor allem Internationalität in ihrem Studium wünscht und dass sie sich schon immer sehr für interkulturelle Begegnungen interessiert hat. Der Online-Vortrag der beiden hat ihr gezeigt, dass ihr Wunschstudium tatsächlich existiert und sie sich dafür bewerben möchte. Dennoch hat Vivien noch unzählige Fragen. Pablo und Lea wissen Rat und geben den Teilnehmer: innen im Chat die Telefonnummer der Zentralen Studienberatung der Europa-Universität Viadrina mit dem Vermerk, dass jeder Studieninteressierte dort jederzeit für eine unverbindliche Beratung anrufen kann. Sie verweisen auch auf den Instagram-Kanal @viadrinazsb der Zentralen Studienberatung. Sehr gut. Das wird Vivien helfen.

Studienorientierung über Instagram & Co

Noch am gleichen Tag kontaktiert Vivien die Zentrale Studienberatung über Instagram und stellt ihre ersten Fragen. Nach kurzer Zeit erhält sie schon die ersten Antworten. Vivien ist begeistert und stellt immer mehr Fragen. Schließlich wählt sie doch das persönliche Gespräch und ruft direkt in der Zentralen Studienberatung an. Am Telefon meldet sich eine nette Dame. Sie führt mit Vivien ein langes und ausführliches Beratungsgespräch. Unter anderem schlägt sie Vivien ein sogenanntes Schnupperstudium vor, um die Stadt und die Universität besser kennen zu lernen. Vivien ist skeptisch. Ein Schnupperstudium neben dem Abitur? Kann sie das zeitlich überhaupt alles schaffen? Doch die Studienberaterin von der Zentralen Studienberatung beruhigt sie und erklärt ihr, dass das Schnupperstudium vom 6. Juni bis 7. Juli läuft und somit außerhalb der Abiturprüfungen liegt. Vivien fällt ein Stein vom Herzen. Ihre Entscheidung für ein Studium an der Europa-Universität Viadrina ist beschlossen. Voller Vorfreude will sie am liebsten gleich ein Zimmer mieten. Die  Studienberaterin schlägt ihr Übernachtungsmöglichkeiten sowohl auf der deutschen, als auch auf der polnischen Seite der Oder, in der Nachbarstadt Slubice vor. Außerdem empfiehlt sie Vivien den Viadrina Day und den dazugehörigen Tag der offenen Tür am 9. Juni. An diesem Tag könnte sie im Rahmen eines bunt gemischten Programms weitere Einblicke in die gesamte Uni und deren Angebote erhalten und nochmals ihre Fragen stellen. Vivien ist begeistert!

Doch Moment. Da Vivien sich insgeheim bereits für die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und den Studiengang Kulturwissenschaften entschieden hat, kann sie doch auch gleich nach den Bewerbungskonditionen fragen. Die Studienberaterin freut sich über Viviens Entschlossenheit, gibt ihr aber dennoch folgende Bewerbungstipps mit auf den Weg, die Vivien unbedingt für ihre „Kandidatur“ zum Start ihres internationalen Studiums berücksichtigen sollte:

Deine Tipps zur Studienplatzbewerbung

Tipp 1: Überlege dir, wo deine Interessen liegen!

Die Wahl eines Studiengangs ist natürlich immer abhängig davon, was du gerne tust und worin deine Stärken liegen. Vor der Bewerbung gilt also in sich hinein zu horchen, welche Themen dir am Herzen liegen.

Tipp 2: Lass dich nicht von Auswahlgrenzen irritieren!

Die Auswahlgrenzen für NC-Studiengänge aus den vergangenen Jahren sagen nur sehr bedingt darüber etwas aus, wie Deine Chancen auf einen Studienplatz in diesem Jahr sind. Niemand kann sagen, wer sich in diesem Jahr mit welchen Qualifikationen bewerben wird. Daher gilt: auf jeden Fall bewerben, andere Hochschule in die Studienwahl einbeziehen und einen Plan B machen, falls es doch nicht klappt!

Tipp 3: Check die Zugangsvoraussetzungen für Deinen Wunschstudiengang!

Auch wenn der Bewerbungszeitraum an vielen Hochschulen erst im Juni und Juli ist, gelten für einige Studiengänge bestimmte Zugangsvoraussetzungen. Es gibt eine Reihe von Studiengängen, die eine bestandene Eignungsprüfung, besondere Sprachkenntnisse oder Vorpraktika erfordern. Am besten prüfst Du bereits weit im Voraus einer Bewerbung, was für Dein Wunschstudiengang gilt, damit Du zur Bewerbung alles zusammen hast.

Tipp 4: Kläre, ob du dich überhaupt bewerben musst!

Die meisten Studiengänge an den Brandenburgischen Hochschulen sind tatsächlich zulassungsfrei. Für diese Studiengänge musst du dich – so wie auch Vivien – gar nicht bewerben, sondern kannst dich direkt immatrikulieren (einschreiben). Beachte aber auch hier unbedingt die geltenden Fristen!

Tipp 5: Und wenn doch? Erstelle deine persönliche Hitliste!

Für viele Studiengänge musst du dich, oft zusätzlich zur Bewerbung an der Hochschule selbst, über www.hochschulstart.de bewerben. Dort kannst du bis zu zwölf Studienplatzwünsche angeben – eine gute Möglichkeit, um deine Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen! Die Serviceplattform Hochschulstart orientiert sich bei der Vergabe der Studienplätze an deiner Priorisierung: Mache dir also unbedingt von vornherein klar, wie deine persönliche Hitliste der Studiengänge aussieht! Ansonsten stehst du am Ende mit einem Studienplatz da, den du gar nicht unbedingt haben wolltest.

Tipp 6: Vergiss neben der Bewerbung und Immatrikulation nicht das „Drumherum“!

Klar, es ist wichtig, dass mit der Bewerbung und Immatrikulation alles klappt, denke aber auch schon in dieser Phase an deine Finanzen und deine Bleibe während des Studiums. Es schadet nicht, sich schon frühzeitig über die Möglichkeit zur BAföG-Förderung oder über Stipendien zu informieren und zu prüfen, welche Wohnmöglichkeiten es am Studienstandort gibt. Hier ist das zuständige Studentenwerk der richtige Ansprechpartner!
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Du hast dich und deine Situation wiedererkannt und stehst – so wie Alva und Vivien – kurz vor deiner Bewerbung um einen Studienplatz? Dann folge den Brandenburgischen Hochschulen auf Instagram @deine.stubb. Im Rahmen der Netzwerk Summer School erfährst du dort sowie auch hier im Blog in den Monaten Juni und Juli alles rund um den Bewerbungscountdown, Immatrikulationsbedingungen oder auch allgemeine Fragen zu Themen wie Finanzierung, Wohnen, BAföG & Co. Du fragst dich, wie Marco sich beworben hat und wie es Vivien nach ihrem Start an der Europa-Universität Viadrina ergeht? Auch das erfährst du hier, und schon bald, im Teil II von Viviens Story.

Dein Kontakt zu den Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

Dein Kontakt für Fragen zur Bewerbung und Immatrikulation an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder):

Frau Dr. Franziska Boll und Frau Dr. Jenny Kuhlmann

Tel.: +49 335 5534 4444
study@europa-uni.de

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