Lena, Studentin der Zahnmedizin an der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB)
Menschlich, praxisnah und ohne NC – Das Zahnmedizinstudium an der MHB
„Auf den Zahn gefühlt“ – so heißt der Podcast der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB), in welchem Prof. Dr. Gerhard Schmalz und Prof. Dr. Dirk Ziebolz gemeinsam mit Studierenden Einblicke ins das Studium der Zahnmedizin geben. Wir haben reingehört und aufgehört! 😉 Denn jetzt mal ehrlich: Hast auch du dich nicht schon mal gefragt, wieso man eigentlich Zahnärztin oder Zahnarzt wird, sich für Mundgesundheit begeistert und dann noch das durchdringende Surren des Zahnbohrers im Joballtag akzeptiert?
Lena, Studentin der Zahnmedizin, schlüpft in ihren medizinischen Overall und holt uns genau an dieser Stelle ab: Sie arbeitet seit dem 1. Tag ihres Studiums am dentalen Simulator und hat dort das Berufsgefühl Zahnarzt und Zahnärztin direkt aufgesaugt. Praxisnah, persönlich motivierend und ganzheitlich, so beschreibt sie ihr Studium und Daily Life an der MHB. Dass sie seit August 2026 auch noch in Brandenburgs erster Universitätsklinik für Zahnmedizin lernen und praktizieren darf, toppt ihre akademische Ausbildung ungemein. Aber Lena, erzähl selbst: „Was fasziniert dich am Berufsbild Zahnärztin und wie schaut dein Studium an der MHB aus?“
Liebe Lena, welche Studieninhalte hat die Zahnmedizin?
Das Zahnmedizinstudium ist eine bunte Mischung aus Naturwissenschaft, Medizin und feinmotorischem Handwerk. In den ersten Semestern (der Vorklinik) lernt man im Grunde den gesamten menschlichen Organismus von Grund auf kennen. Dazu gehören die großen Grundlagenfächer Anatomie, Physiologie und Biochemie. Parallel dazu steigen wir an der Medizinischen Hochschule Brandenburg auch direkt zu Beginn in die zahnmedizinischen Fachinhalte ein: In der Werkstoffkunde lernen wir alle Materialien kennen und im Phantomkurs üben wir bereits erste handwerkliche Fertigkeiten an Phantomköpfen, beispielsweise das Legen von Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen oder Präparationen für Kronen. Zudem beschäftigen wir uns schon früh mit verschiedenen Krankheitsbildern, sodass man versteht, worauf es später in der Klinik ankommt. Es ist also von Anfang an ein umfangreicher Mix aus Theorie und Praxis.
Welche Voraussetzung muss ich für eine Bewerbung mitbringen? Wie war das bei dir?
Das Schöne an dieser Uni ist, dass nicht nur die reine Abiturnote (NC) zählt, sondern vor allem die Persönlichkeit und die Motivation. Ausschlaggebend sind Empathie, handwerkliches Geschick und auch die Bereitschaft, die persönliche Komfortzone zu verlassen. Bei mir war das so, dass mein Interesse in der 10. Klasse während eines Praktikums entstanden ist. Ich durfte damals einen Zahnarzt begleiten, der mit so viel Herz bei der Sache war, dass mich diese Begeisterung nachhaltig geprägt hat. Das persönliche Auswahlverfahren an der MHB hat mir gezeigt, dass man hier als Mensch mit seiner ganz eigenen Geschichte gesehen wird. Und das spürt man auch jetzt immer wieder.
Wie gestaltet sich das Studium für dich? Was interessiert dich besonders im Studium der Zahnmedizin?
Das Studium der Zahnmedizin ist natürlich sehr lernintensiv und ehrlich gesagt gibt es auch Tage, an denen man verzweifeln könnte, weil der Lernstoff nicht zu enden scheint oder man eine Präparation wieder und wieder von vorn beginnen muss. Aber es macht eben auch viel Spaß. Wir wachsen als Semester wahnsinnig eng zusammen, gerade weil wir ein noch kleiner Studiengang sind. Neben der Kombination aus medizinischem Fachwissen und handwerklicher Präzisionsarbeit fasziniert mich besonders der ganzheitliche Aspekt. Gesunde Zähne und ein gesunder Mundraum sind eben nicht nur für ein schönes Lächeln und das Selbstbewusstsein wichtig, sondern stehen in direkter Verbindung zu unserem restlichen Organismus. Diese weitreichenden Zusammenhänge im Studium immer weiter zu vertiefen, finde ich extrem bereichernd.
Gibt es besondere praktische Erfahrungen während des Studiums?
Definitiv! Die MHB legt ja großen Wert auf Praxisnähe. Ein ganz besonderes praktisches Lehrformat, welches wir schon früh haben, ist eine Art Kommunikationstraining. Dabei üben wir schwierige oder sensible Gesprächssituationen mit Simulationspatienten und -patientinnen. Das anschließende Feedback von ihnen ist unglaublich wertvoll für die eigene Entwicklung. Seit dem ersten Semester haben wir außerdem, wie bereits erwähnt, praktische Kurse, in denen wir an Modellen und Phantomköpfen üben. Das zahnärztliche Arbeiten erfordert viel Fingerspitzengefühl. Daher ist es in meinen Augen sehr sinnvoll, dieses Training schon früh zu beginnen.
Wieso hast du dich für die MHB entschieden?
Ich habe mich für die MHB entschieden, weil mich das praxisorientierte Konzept und die persönliche Atmosphäre in den kleinen Lerngruppen überzeugt haben. Man fühlt sich hier wirklich gesehen, wertgeschätzt und aber auch gefordert. Genau diese Mischung macht das Studium hier für mich so besonders.
Dein Lieblingsplatz an der MHB ist...?
Mein Lieblingsplatz ist unser Aufenthaltsraum. Hier kommen wir zwischen den verschiedenen Lehrformaten immer mal wieder zusammen, quatschen und tauschen uns aus. Wenn ich nicht an der Uni bin, liebe ich die ruhigen Ecken in der Stadt Brandenburg an der Havel, besonders im Grünen und direkt am Wasser, wo ich in einer Lernpause die Gedanken schweifen lassen kann. Und was mein Highlight betrifft: Das ist definitiv die neue Zahnklinik! Darauf haben wir uns alle schon total gefreut.
Hattest du vor deiner Studienwahl einen anderen Berufswunsch oder hat sich dieser im Studium verändert?
Für mich war schnell klar, dass mich ein reiner Bürojob auf Dauer nicht erfüllen würde. Ich möchte lieber selber aktiv werden und anderen Menschen ganz direkt helfen. Außerdem finde ich es für mein persönliches Leben einfach schön, etwas mit meinen eigenen Händen zu kreieren und am Ende des Tages richtig zu sehen, was ich getan habe. Momentan befinde ich mich im dritten Semester und fühle mich bis hierhin in meinem Berufswunsch bestärkt.
Wer oder was hat dir bei deiner Studienwahl am meisten geholfen?
Am meisten geholfen hat mir definitiv dieses eine Schülerpraktikum, von dem ich schon erzählt habe. Zu sehen, wie viel Gutes man im zahnmedizinischen Bereich bewirken kann, wenn man mit Herz dabei ist, war und ist meine größte Motivation.
Dein Tipp für einen guten Studienstart an der MHB?
Vernetzt euch mit euren Kommilitoninnen und Kommilitonen, um euch gegenseitig zu unterstützen. Und auch für mich noch immer ein ganz großes Thema: Vergleicht euch nicht mit anderen! Jeder hat eine andere Lernmethode. Ob laut diskutierend in der Lerngruppe, in Ruhe für sich allein am Schreibtisch oder mit vielen bunten Skizzen und Mindmaps – jeder verarbeitet den Lernstoff anders. Findet einfach heraus, was für euch persönlich am besten funktioniert. Und wenn sich das im Laufe der Zeit ändert, ist das völlig okay.
Danke Lena. Deine Einblicke und Tipps motivieren Interessierte sicher für ein Studium der Zahnmedizin und machen auch große Neugier auf die noch junge und ganz frisch erbaute Universitätsklinik der Zahnmedizin am Standort Brandenburg an der Havel. Was kann diese denn genau?
Neue Universitätsklinik der Zahnmedizin auf einen Blick
Außenansicht der neuen Universitätsklinik der Zahnmedizin am Standort Brandenburg an der Havel, Quelle: MHB
Innenansicht der neuen Universitätsklinik der Zahnmedizin am Standort Brandenburg an der Havel, Quelle: MHB
Behandlungseinheiten mit Phantomköpfen für die praktische Arbeit, Quelle: MHB
3 TOP Gründe für ein Zahnmedizinstudium – nachgefragt bei…
Prof. Dr. med. dent., Dr. rer. med. Gerhard Schmalz, Geschäftsführender Direktor der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie
„Das Zahnmedizinstudium an der MHB ist deutschlandweit einmalig.[…] Durch integrierte wissenschaftliche und psychologisch-kommunikationswissenschaftliche Curricula werden unsere Studierenden nicht nur auf die praktische zahnmedizinische Tätigkeit, sondern für die nachhaltig erfolgreiche Arbeit mit zufriedenen Patient:innen vorbereitet.“
Herr Prof. Dr. Schmalz, was zeichnet das Zahnmedizinstudium an der MHB besonders aus?
Das Zahnmedizinstudium an der MHB ist deutschlandweit einmalig. Mit einem Modellstudiengang, der Verstehen und Praxisrelevanz sowie das Verständnis für Patient:innen in besonderem Maße priorisiert, werden die Studierenden auf den vielseitigen Beruf in der Zahnmedizin vorbereitet. Dabei zeichnet ein hohes Maß an Interdisziplinarität innerhalb der Zahnmedizin und sektorenübergreifend den Modellstudiengang besonders aus. Durch integrierte wissenschaftliche und psychologisch-kommunikationswissenschaftliche Curricula werden unsere Studierenden nicht nur auf die praktische zahnmedizinische Tätigkeit, sondern für die nachhaltig erfolgreiche Arbeit mit zufriedenen Patient:innen vorbereitet. Und dies in einer neuen Zahnklinik mit allen räumlichen und technischen Möglichkeiten für eine exzellente Ausbildung.
Welche beruflichen Aussichten habe ich mit einem Zahnmedizinstudium?
Zahnmediziner:innen werden gebraucht. Besonders in Flächenländern und strukturschwachen Regionen besteht ein hoher Bedarf an zahnmedizinischer Versorgung. Gleichsam findet in der Zahnmedizin ein sukzessiver Generationswechsel statt. Demnach besteht in der selbstständigen oder angestellten Arbeit in einer zahnmedizinischen Praxis eine tolle Berufsaussicht. Natürlich besteht die Option einer weiteren Spezialisierung und multipler Weiterbildungen. Hier werden immer mehr spannende Bereiche erschlossen. Ich selbst bin zum Beispiel sehr in den Bereichen Hypnose und Wechselwirkungen zwischen Mund- und Allgemeingesundheit engagiert und liebe diese Vielseitigkeit an unserem Beruf.
Wo sehen Sie Chancen und Potentiale der neuen Zahnklinik in Brandenburg an der Havel?
Das Potenzial der neuen Zahnklinik dafür, eine bestehende Versorgungslücke kleiner werden zu lassen ist groß. Ich nehme schon seit der Eröffnung unserer ersten Hochschulambulanz im Januar 2025 einen starken Zustrom von Patient:innen und ein hohes Interesse in Brandenburg wahr. Hier bietet die neue Zahnklinik ganz klar die Chance, viele Patient:innen betreuen zu können, natürlich auch in unseren Studierendenkursen. Hier erleben die Patient:innen eine persönliche, wertschätzende und qualitativ hervorragende zahnmedizinische Versorgung. Ein weiteres Potenzial liegt daneben aber auch in der Versorgung von Patient:innen mit speziellem Bedarf; so kann ich beispielsweise mit meiner Kompetenz zu Mundschleimhaut- und Zahnfleischerkrankungen dazu beitragen, dass die Brandenburger:innen wohnortnah und kontinuierlich versorgt werden können.
Danke Herr Prof. Dr. Schmalz. Mit Ihrer Expertise und den neuen Möglichkeiten am Standort Brandenburg an der Havel muss der Funken der Medizin und die Leidenschaft für einen ganzheitlichen Ansatz der Zahnmedizin auf Studieninteressierte übersprungen sein😉. Wir hoffen es und wünschen allen Interessierten einen guten Start ins Studium.