Inklusiv studieren – Geht das? – Ein Karusselblick aus der Perspektive Studierender und Beratender
Inklusiv studieren – Geht das? Die Antwort vorab: Na klar!
Henrik studierte Psychologie an der Universität Potsdam (UP), unterstütze dort im Team von Robert Meile, dem Beauftragten für Studierende mit Behinderung / chronischer Krankheit, arbeitet heute in Festanstellung in Brandenburg an der Havel bei der Lebenshilfe Brandenburg e. V. als psychologischer Berater und gibt Workshops zum Thema Leben im Rollstuhl an Schulen. Finn studiert an der Fachhochschule Potsdam (FHP) im Bachelorstudiengang Architektur & Städtebau. Er hat eine Lese- und Rechtschreibschwäche, die sein Studium beeinflussen, aber, durch die gegebene Toleranz und Akzeptanz an seiner Hochschule, sein Studium nicht im besonderen Maße erschweren.
Beide Studierende vereint eins: ihre Erfahrungen zum Thema Inklusion im Studium samt ihres Alltags, ihrer Wünsche und ihrer Lifehacks, wenn es darum geht, ihr Studium zu absolvieren, dazuzugehören, gleichberechtigt Teil zu haben, gesehen zu werden und sich einzubringen.
Die bundesweite Studie best3 – beeinträchtigt studieren des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und des Deutschen Studierendenwerks blickt im Jahr 2023 auf die Situation von Studierenden mit Behinderung oder chronischer Erkrankung und hält fest, dass etwa 16 % der 188.000 freiwillig befragten Studierenden eine studienerschwerende Beeinträchtigung angegeben. In den Jahren 2011 und 2016 waren es noch 8 bzw. 11 Prozent. Tendenz steigend! Wie die Hochschulen im Land Brandenburg darauf reagieren und wie sie sich „inklusiv“ aufstellen, welche Themen Studierende wie Henrik und Finn mit Beeinträchtigung beschäftigen und wie die Studierendenwerke als Ansprechpartner:innen in sozialen Fragen die Herausforderungen, Hürden und Mythen des inklusives Studierens in ihrem Beratungsalltag erleben, erfährst du im Rahmen einer Momentaufnahme, zu diesem mehr als komplexen Thema, im folgenden Blogartikel.