Ein frohes Neues Jahr und hallo, liebe Bloglesenden! Ich bin Sophie, 25 Jahre alt und mache gerade meinen Abschluss in Mathematik und Physik auf Lehramt im Master an der Universität  Potsdam. Für das Netzwerk Studienorientierung Brandenburg und natürlich für Euch, die auch gern mal hinter die Kulissen „lesen“, erzähle ich heute von meiner Arbeit bei der Studienorientierung MINT, einem Bereich des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg, und stelle euch deren wichtigste Projekte vor. Los geht’s!

Was ist eigentlich MINT?

Nein, das hat nichts mit Pfefferminze zu tunJ MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Typische MINT-Fächer sind Physik, Chemie, Biologie und Mathematik – das sind die Klassiker in den Naturwissenschaften. Doch auch die Astronomie, Geografie, Geologie oder die Nanowissenschaften gehören dazu. Wer MINT studiert, kann unter anderem in den Bereichen Medizintechnik, Energieversorgung, Informationstechnik oder Biotechnologie arbeiten, und, so nur nebenbei bemerkt, Themen wie die Digitalisierung und den Klimaschutz unterstützen. Ein spannender Bereich, wie ihr seht. Doch nun zu meiner Arbeit und meinen Aufgaben in der Studienorientierung MINT.

Wie bin ich zur Studienorientierung MINT gekommen?

Ich arbeite seit einigen Jahren an der Uni als wissenschaftliche Hilfskraft (kurz: WHK) im Institut für Mathematik in der Rolle als Tutorin und in der Zentralen Studienberatung als studentisch Beschäftigte im Bereich der Studienorientierung für den naturwissenschaftlichen Bereich.  Zur Studienorientierung bin ich durch meine früheren Tätigkeiten im Fachschaftsrat Mathematik/Physik der Uni Potsdam gekommen, in welchem ich mich während meines MINT-Studiums mit anderen Fachschaften im deutschsprachigen Raum vernetzt habe. Gemeinsam mit einem Kommilitonen habe ich ein Projekt entwickelt, in welchem wir unsere Studiengänge Schüler:innen vorstellten, um sie fürs Studium vorzubereiten. Das MINT-Team der Studienorientierung wurde auf unsere Arbeit aufmerksam, war begeistert und hat mir und meinem Kommilitonen prompt eine Beschäftigung als wissenschaftliche Hilfskraft bei der Studienorientierung MINT angeboten. Treffer – seit Oktober 2020 bin ich nun eine Botschafterin der Studienorientierung und kann euch aus erster Hand die MINT-Welt näherbringen. Zu meinen Aufgaben gehören die Konzeption von Workshops zur Studienorientierung, wie zum Beispiel den Calliope-Workshop und den Mathe/ Physik-Workshop; gleichzeitig bin ich aber auch zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung zwischen den Fachschaften der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Natürlich mache ich das nicht allein;-)

Wer und was ist eigentlich die MINT-Studienorientierung an der Universität Potsdam genau?

Das Angebot für MINT-interessierte Schüler:innen reicht von A wie „außerordentlich“ interessante Roberta-,  Calliope- und MINT-Workshops bis Z zum „zu packenden“ Berufs – und Studienorientierungsparcours, kurz: MINT-Parcours. Die MINT-Studienorientierung macht es sich zur Aufgabe, Schüler:innen so früh wie möglich an das spannende Feld der MINT-Studienfächer praktisch und mit viel Spaß heranzuführen. Dazu gehören neben zahlreichen Workshops von Studierenden auch Experimente, Exkursionen, ein selbst entwickeltes Potenzial-Assessment Verfahren tasteMINT sowie auch zahlreiche Kooperationen, unter anderem mit externen Einrichtungen aus der Wirtschaft und Bildung wie dem Hasso-Plattner-Institut, der FEMTEC GmbH, dem Jugend-und Familienzentrum Clab, MädchenZukunftsWerkstatt Teltow und der Agentur für Duales Studium. Gemeinsam mit Ihnen verfolgt die MINT-Studienorientierung nicht zuletzt das große Ziel insbesondere junge Frauen für die Welt der Wissenschaft in der Bildung und im späteren Beruf zu begeistern und sie hierin zu fördern.

Hier eine Auswahl spannender MINT-Angebote im Überblick:

  • Roberta: Die Roberta-Initiative ist ein durch die Fraunhofer-Gesellschaft ins Leben gerufenes Projekt, das mithilfe von Robotern Naturwissenschaften, Technik und Informatik Schüler:innen praxisnah vermitteln möchte. Besonders der weibliche Nachwuchs soll hierbei gefördert werden, um dem Fachkräftemangel und dem niedrigen Frauenanteil in technischen Berufen entgegen zu wirken. In diesen Zentren werden außerschulische Kurse und Workshops angeboten, in denen Teilnehmende technische Grundlagen erlernen und sich spielerisch mit dem Programmieren beschäftigen.
  • MINT-Parcours: Der MINT-Parcours ist ein Berufs- und Studienorientierungsparcours, an dem ihr an 6-7 verschiedenen Stationen einen ersten Eindruck der Bereiche der Optik, Mikrosystemtechnik, der Nanotechnologie, der Erneuerbaren Energien, in das Handwerk und die Technik sowie in den Bereich der Studienorientierung erwerben könnt.
  • Helmholtz-Denkfabrik: Die Studierenden der Helmholtz-Denkfabrik durchlaufen vor Beginn ihres gemeinsamen Forschungsjahres den Bewerbungsprozess für ein Universitätsstipendium. Das Universitätsstipendium Potsdam ist eine Leistungsförderung im Rahmen des Deutschlandstipendienprogramms. In der Helmholtz-Denkfabrik verschwimmen die klassischen Grenzen zwischen den Fachgebieten. Studierende der MINT-Fächer arbeiten gemeinsam mit Hilfe der Methode des Design Thinkings daran, Experimentier-Miniaturen zu entwickeln, die sie in hauseigenen Lehr-und Lernlaboren ausprobieren können und anschließend gemeinsam mit Fachwissenschaftler:innen auswerten. Das MINT-Team unterstützt mit seiner Expertise dabei. Am 06.12.2021 gab es dazu ein Insta-Live. Verpasst? Kein Problem, schaut hier nochmal rein!
  • tasteMINT: tasteMINT ist ein von LIFE e.V. initiiertes Potenzial-Assessment-Verfahren, welches Schülerinnen ab Klasse 10 die Möglichkeit bietet, die passende Studienrichtung in den MINT-Wissenschaften zu finden. Nicht selten entscheiden noch heute naturwissenschaftlich- und technikbegabte Schülerinnen für Studienfächer jenseits der Mathematik, der Informatik oder der Physik. Hier setzt tasteMINT an. Während der tasteMINT-Orientierungswoche wird zum Beispiel an realitätsnahen und wissenschaftlich orientierten Aufgaben die Problemlösefähigkeit in einer offenen Lernkultur getestet. So lässt sich leicht selbst ausprobieren, ob ein MINT-Studium nicht doch das richtige für dich ist.

Selbstverständlich gibt es noch viel mehr zu entdecken. Weitere MINT-Angebote für Studieninteressierte findest du hier.

 

Du bist neugierig geworden und willst mehr über die Möglichkeiten eines MINT-Studiums erfahren? Vielleicht möchtest Du sogar wie ich, Sophie, im Bereich der Studienorientierung als wissenschaftliche Hilfskraft starten? Dann melde Dich bei uns!

MINT-Team
Mail: mint@uni-potsdam.de
Website: https://www.uni-potsdam.de/de/mint/

Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam

Weitere Infos zur Universität Potsdam:
Website / Instagram / Facebook / You Tube

 

Du suchst noch Inspirationen und Last-Minute-Insiderwissen rund um deine Studienwahl allgemein? Dann schau rein bei den regelmäßigen #meetyourstudentmonday Insta-Lives auf @deine.stubb, sende deine Fragen im WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen und recherchiere auf studieren-in-brandenburg.de.

Dein Kontakt zu den Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

197 Bachelor-Studiengänge, Tausende Studierende im WS 2021/2022, eine moderne Ausstattung, eine hohe Qualität der Lehre & Forschung, ein toller Mix aus Theorie & Praxis, Kunst & Kultur soweit das Auge und Ohr reicht, Natur & Stadt für alle und, und, und – die Brandenburgische Hochschullandschaft hat ja so Einiges zu bieten, aber jetzt mal unter uns – das kann doch nicht alles sein? Und das ist es auch nicht.

Bevor euch die Brandenburgischen Hochschulen und die Koordinationsstelle des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg frohe Weihnachten und einen guten und vor allem gesunden Rutsch ins Neue Jahr wünschen, haben die Studienberater: innen der Hochschulen mal ein wenig in ihren Archiven gestöbert, echte Urgesteine unter den Dozierenden befragt und ein paar O-Töne Studierender eingefangen. Das Ergebnis: Ein paar superschlaue Fakten zu jeder der neun Universitäten und Fachhochschulen und der Koordinationsstelle selbst, die wir euch pünktlich zu Weihnachten auf den Gabentisch legen. Damit könnt ihr sicher auch Oma & Co beeindrucken und im manchmal so ernsten Gespräch zum Thema Studium und Zukunft einen auf „gebildet“ machen. Here we go!

Ding #1

Wusstest du, dass die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) gemeinsam mit einer polnischen Stadt eine wissenschaftliche Einrichtung betreibt? Gemeint ist das Deutsch-Polnische Zentrum für Öffentliches Recht und Umweltschutz, gegründet am 24. März 2010 von der BTU und der Universität Wrocław in Breslau. Ziel dieser ersten wissenschaftlichen Einrichtung der BTU mit einer europäischen Nachbar-Universität ist die gemeinsame Forschung auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts, insbesondere des Umweltrechts, da Umweltverschmutzungen nun mal keinen Halt an Grenzen machen. Respekt!

Ding #2

An der Fachhochschule für Finanzen (FHF) wird nur ein Studiengang angeboten. What? Richtig gelesen: Es handelt sich um das Duale Studium zum/zur Diplom-Finanzwirt: in. Das Studium dauert drei Jahre und du verbringst schon während des Studiums 15 Monate in einem Ausbildungsfinanzamt, sogar vergütet. Als Beamter: in im gehobenen Dienst kannst du später in den Finanzämtern des Landes Brandenburg, im Ministerium der Finanzen des eigenen Bundeslandes oder als Dozent: in in der Fortbildung an der Landesfinanzschule oder der FHF beruflich tätig werden. Das ist mal eine sichere Laufbahn!

Ding #3

Mit einem Netzwerk von über 250 Partneruniversitäten weltweit unterstützt dich die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) aktiv bei der Planung und Organisation eines Auslandssemesters. Die hohe internationale Studierendenmobilität an der Viadrina und die Erasmus- und DAAD-Qualitätssiegel bestätigen die herausragende internationale Ausrichtung der Universität. Und? Die EUV ist 300+30 Jahre alt, da sie schon von 1506 bis 1811 eröffnete und 1991 (also vor 30 Jahren) wiedereröffnet wurde. Damit ist sie auch eine der ältesten und jüngsten Hochschulen zugleich. Klar, dass sie bei so vielen Jahren so gut vernetzt ist.

Ding #4

Das Studentencafé der Fachhochschule Potsdam (FHP) heißt „Casino“. Nein, hier wird nicht gespielt und schon gar nicht ums liebe Geld. Das Casino ist ein von Student: innen selbstverwaltetes Gebäude und tatsächlich ein Café auf dem Areal der Fachhochschule Potsdam. Warum es von manchen liebevoll FB6 genannt wird, findest du bei einem Besuch heraus;-) Und wenn du nach einem Schwatz im Casino noch genug Stimme hast, kann du auch gern im hochschuleigenen Chor der FHP mit dem zauberhaftem Namen „Fettes Halleluja“ noch ein oder zwei Liedchen trällern. Amen!

Ding #5

Der Teich am Stadtcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) verfärbt sich einmal im Jahr blau, weil sich dort besondere Moorfrösche paaren. Gibt es nicht? Äh, doch! Als ob die Moorfrösche es wüssten, bieten sie so ein echtes Naturschauspiel, welches es natürlich nur an Deutschlands grünster Hochschule geben kann.  Ob das die knapp 2300 Studierenden der HNEE auch alle schon einmal auf ihrem Instagram Kanal gepostet haben?

Ding #6

Studierende der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) haben die Möglichkeit, einen Drohnenführerschein zu erwerben. Warum? Die THB sieht einen ihrer Forschungsschwerpunkte in der „interdisziplinären Sicherheitsforschung“. Daher haben sich die beiden Fachbereiche Technik und Informatik und Medien der Forschung und Entwicklung von technischen Lösungen im Verbundprojekt Mikrodrohnen Abwehrsysteme (MIDRAS) mit mehreren Forschungseinrichtungen und Partnerfirmen, darunter u. a. das Bundeskriminalamt, die Vereinigung Cockpit und die Universität Würzburg, dieser Problemlage angenommen und hochschulintern erste Testnutzer: innen dafür geschult. Wie geheimnisvoll!

Ding #7

In den Bibliotheken der Universität Potsdam (UP) lagern insgesamt 1,3 Millionen Bücher! Damit ist sie die größte Bibliothek im ganzen Land Brandenburg. Groß und üppig ist auch das Auditorium Maximum der Universität Potsdam am Neuen Palais. Einst diente das Gebäude als kaiserlicher Marstall und prachtvolle Reithalle für Kaiser Wilhelm II. und seinen Pferden. Danach folgten die Post, die Polizei und das Militär. In den 1950ern schließlich baute man eine Zwischendecke in die Halle ein und statt Pferd und Reiter: innen zogen – siehe da – Professor: innen, Studierende und wir ein.

Ding #8

An der Technischen Hochschule in Wildau (THW) führt euch ein Roboter Namens „Pepper“ durch die Hochschulbibliothek. Der kleine humanoide Freund hilft seit 2018 Nutzer: innen per Touchscreen und Spracherweiterung bei der Orientierung und Ausleihe und gibt sogar Bibliotheksführungen. „Pepper“ ist Teil des Lehr- und Forschungsbereichs „Mobile Informations- und Assistenzsysteme“, wird von Entwicklerteams der THW beobachtet und soll zukünftig autonom mit Nutzer: innen in mobile und informelle Aktion treten. Also nicht erschrecken, wenn dich die kleine Schwester von R2-D2 antippt, wenn du wieder einmal beim Verfassen deiner Hausarbeit in der Bibliothek ein Powernap machstJ

Ding #9

Wusstest Du, dass früher die ersten Studierenden der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ noch im Babelsberger Schloss residierten und Spukfeiern veranstalteten? Dazu muss man wissen, dass die Filmuniversität im Oktober 1954 im Schloss Babelsberg mit Unterzeichnung der „Verordnung über die Bildung der Deutschen Hochschule für Filmkunst“ durch den damaligen Ministerpräsidenten, Otto Grotewohl, und den Minister für Kultur, Johannes R. Becher, gegründet wurde. Die Ersties haben also noch in den historischen Mauern gelernt und gefilmt, aber natürlich auch gefeiert. Partys fanden dabei immer unter dem Motto „Spuk“ statt. Ob diese Tradition im neuen Universitätsgebäude mit einem Kino als Hörsaal fortgesetzt wurde? Wäre ja praktisch und schön gruselig – so mit Michael Myers oder dem Poltergeist auf 16:9 und in Dolby Surround!

Ding #10

Zu guter Letzt ein schlauer Fakt der Koordinationsstelle des Netzwerks. Schon gewusst, dass hinter dem Netzwerk Studienorientierung Brandenburg nicht nur die Studienberater: innen der einzelnen Hochschulen und ein mehrköpfiges Koordinationsteam stehen, sondern auch bis zu 150 Studierende dazu zählen, die als studentische Trainer: innen und wissenschaftliche Hilfskräfte seit 2019 im Netzwerk mitwirk(t)en, um euch Insiderwissen und die besten Tipps aus erster Hand für die Lebensphase der Studienorientierung mitzugeben? An dieser Stelle senden wir auch all jenen herzliche Weihnachtsgrüße und ein riesengroßes Dankeschön, denn was wären wir und IHR da draußen ohne euch!

 

Na, konnten wir Euch überraschen? So gehört es sich doch zum Fest der Liebe und Freude! Und es hat ordentlich oft Kling oder vielmehr Ding gemacht – fast so schön wie die Glöckchen am Schlitten von Santa Claus.

Wie du siehst, ist die Hochschullandschaft im Land Brandenburg alles andere als langweilig. Wenn du noch mehr Wow-Momente beim Blick hinter die Kulissen suchst, dann schau einfach rein bei den regelmäßigen #meetyourstudentmonday Insta-Lives auf @deine.stubb, im WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen sowie auf studieren-in-brandenburg.de.

 

Frohe Weihnachten, wir lesen uns im neuen Jahr!

 

Es ist Dienstagnachmittag: Marco recherchiert für seine Schwester Alva auf der Webseite des Netzwerks Studienorientierung. Sie steckt mitten in den Abiturprüfungen, wollte aber unbedingt zum Hochschulinformationstag der Universität Potsdam. Doch wann ist der eigentlich? Marco checkt die Übersicht aller Hochschultermine der Brandenburgischen Hochschulen und notiert sich den 7.-11. Juni. Perfekt, er wird seine Schwester gleich anrufen. Doch siehe da: Während Marco auf der Webseite herumsurft, sieht er weitere neue Angebote. Die Hochschulen bieten sogar einen gemeinsamen Messenger-Chat an, in welchem Studieninteressierte Antworten auf all ihre Fragen rund ums Studieren im Land Brandenburg per WhatsApp erhalten? Das wäre doch auch was für Alva! Wenig später stößt er auf den Blog und dessen neuesten Artikel mit dem Titel: „Ich kandidiere!“ Marco stutzt. Geht es hier etwa um die Bundeskanzlerwahl? ;-) Natürlich nicht. Vielmehr wird die Geschichte einer jungen Abiturientin namens Vivien erzählt, die sich für ein Studium entscheiden und bewerben will – genau wie seine Schwester. Vielleicht bekommt Alva hier noch mehr Tipps für ihren Studienstart?

Marco beginnt interessiert zu lesen.

[…]

Vivien lebt in Frankfurt (Oder), ist 18 Jahre alt und nimmt heute an einem von ihrer Schule organisierten Online-Studien-Orientierungsworkshop teil. So kurz vor ihrem Abitur beschäftigt sie häufiger die Frage: Studieren – Ja, aber was? Vivien hofft, heute vielleicht endlich eine Antwort zu erhalten. Der Workshop wird von zwei echten Studierenden gehalten und Vivien ist schon ganz aufgeregt. Sofort fallen ihr hunderte Fragen ein wie zum Beispiel: Wie läuft eigentlich eine Vorlesung ab? Gibt es einen Stundenplan? Was sind eigentlich diese ECTS-Punkte und was muss sie überhaupt tun, um an einer Hochschule angenommen zu werden? Spielt da dieser berüchtigte Numerus Clausus (NC) eine Rolle, vor dem sie schon ein wenig Angst hat? Fragen über Fragen.

Der Online-Workshop startet.

Die zwei Studierenden namens Pablo und Lea stellen sich als Viadrina-Botschafter*innen von der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) vor. Sie berichten, dass sie Kulturwissenschaften studieren und den Schüler*innen heute einen kleinen Einblick in ihr Studium geben. Kulturwissenschaften? Vivien hatte sich bereits im Internet kurz über diesen Studiengang informiert, weil sie das internationale Profil der Europa-Universität Viadrina sehr ansprechend fand. Gleichzeitig hat sie jedoch Bedenken, dass ihre Noten nicht den Anforderungen entsprechen. Die Viadrina-Botschafter*innen berichten indes von ihrem Alltag als Studierende, von den täglichen Hürden und Herausforderungen, aber auch von der Sonnenseite des Studiengangs. Pablo erzählt der Klasse, wie er ein Jahr an der Universität in Buenos Aires studiert hat. Auch Lea berichtet von ihrem Auslandssemester an einer Universität in Japan. Nach einer Stunde endet der Workshop. Vivien nimmt allen Mut zusammen und spricht die beiden Botschafter*innen in der Abschlussrunde persönlich an. Sie erklärt, dass sie sich eigentlich genau solch eine Freiheit, Offenheit und vor allem Internationalität in ihrem Studium wünscht und dass sie sich schon immer sehr für interkulturelle Begegnungen interessiert hat. Der Online-Vortrag der beiden hat ihr gezeigt, dass ihr Wunschstudium tatsächlich existiert und sie sich dafür bewerben möchte. Dennoch hat Vivien noch unzählige Fragen. Pablo und Lea wissen Rat und geben den Teilnehmer: innen im Chat die Telefonnummer der Zentralen Studienberatung der Europa-Universität Viadrina mit dem Vermerk, dass jeder Studieninteressierte dort jederzeit für eine unverbindliche Beratung anrufen kann. Sie verweisen auch auf den Instagram-Kanal @viadrinazsb der Zentralen Studienberatung. Sehr gut. Das wird Vivien helfen.

Studienorientierung über Instagram & Co

Noch am gleichen Tag kontaktiert Vivien die Zentrale Studienberatung über Instagram und stellt ihre ersten Fragen. Nach kurzer Zeit erhält sie schon die ersten Antworten. Vivien ist begeistert und stellt immer mehr Fragen. Schließlich wählt sie doch das persönliche Gespräch und ruft direkt in der Zentralen Studienberatung an. Am Telefon meldet sich eine nette Dame. Sie führt mit Vivien ein langes und ausführliches Beratungsgespräch. Unter anderem schlägt sie Vivien ein sogenanntes Schnupperstudium vor, um die Stadt und die Universität besser kennen zu lernen. Vivien ist skeptisch. Ein Schnupperstudium neben dem Abitur? Kann sie das zeitlich überhaupt alles schaffen? Doch die Studienberaterin von der Zentralen Studienberatung beruhigt sie und erklärt ihr, dass das Schnupperstudium vom 6. Juni bis 7. Juli läuft und somit außerhalb der Abiturprüfungen liegt. Vivien fällt ein Stein vom Herzen. Ihre Entscheidung für ein Studium an der Europa-Universität Viadrina ist beschlossen. Voller Vorfreude will sie am liebsten gleich ein Zimmer mieten. Die  Studienberaterin schlägt ihr Übernachtungsmöglichkeiten sowohl auf der deutschen, als auch auf der polnischen Seite der Oder, in der Nachbarstadt Slubice vor. Außerdem empfiehlt sie Vivien den Viadrina Day und den dazugehörigen Tag der offenen Tür am 9. Juni. An diesem Tag könnte sie im Rahmen eines bunt gemischten Programms weitere Einblicke in die gesamte Uni und deren Angebote erhalten und nochmals ihre Fragen stellen. Vivien ist begeistert!

Doch Moment. Da Vivien sich insgeheim bereits für die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und den Studiengang Kulturwissenschaften entschieden hat, kann sie doch auch gleich nach den Bewerbungskonditionen fragen. Die Studienberaterin freut sich über Viviens Entschlossenheit, gibt ihr aber dennoch folgende Bewerbungstipps mit auf den Weg, die Vivien unbedingt für ihre „Kandidatur“ zum Start ihres internationalen Studiums berücksichtigen sollte:

Deine Tipps zur Studienplatzbewerbung

Tipp 1: Überlege dir, wo deine Interessen liegen!

Die Wahl eines Studiengangs ist natürlich immer abhängig davon, was du gerne tust und worin deine Stärken liegen. Vor der Bewerbung gilt also in sich hinein zu horchen, welche Themen dir am Herzen liegen.

Tipp 2: Lass dich nicht von Auswahlgrenzen irritieren!

Die Auswahlgrenzen für NC-Studiengänge aus den vergangenen Jahren sagen nur sehr bedingt darüber etwas aus, wie Deine Chancen auf einen Studienplatz in diesem Jahr sind. Niemand kann sagen, wer sich in diesem Jahr mit welchen Qualifikationen bewerben wird. Daher gilt: auf jeden Fall bewerben, andere Hochschule in die Studienwahl einbeziehen und einen Plan B machen, falls es doch nicht klappt!

Tipp 3: Check die Zugangsvoraussetzungen für Deinen Wunschstudiengang!

Auch wenn der Bewerbungszeitraum an vielen Hochschulen erst im Juni und Juli ist, gelten für einige Studiengänge bestimmte Zugangsvoraussetzungen. Es gibt eine Reihe von Studiengängen, die eine bestandene Eignungsprüfung, besondere Sprachkenntnisse oder Vorpraktika erfordern. Am besten prüfst Du bereits weit im Voraus einer Bewerbung, was für Dein Wunschstudiengang gilt, damit Du zur Bewerbung alles zusammen hast.

Tipp 4: Kläre, ob du dich überhaupt bewerben musst!

Die meisten Studiengänge an den Brandenburgischen Hochschulen sind tatsächlich zulassungsfrei. Für diese Studiengänge musst du dich – so wie auch Vivien – gar nicht bewerben, sondern kannst dich direkt immatrikulieren (einschreiben). Beachte aber auch hier unbedingt die geltenden Fristen!

Tipp 5: Und wenn doch? Erstelle deine persönliche Hitliste!

Für viele Studiengänge musst du dich, oft zusätzlich zur Bewerbung an der Hochschule selbst, über www.hochschulstart.de bewerben. Dort kannst du bis zu zwölf Studienplatzwünsche angeben – eine gute Möglichkeit, um deine Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen! Die Serviceplattform Hochschulstart orientiert sich bei der Vergabe der Studienplätze an deiner Priorisierung: Mache dir also unbedingt von vornherein klar, wie deine persönliche Hitliste der Studiengänge aussieht! Ansonsten stehst du am Ende mit einem Studienplatz da, den du gar nicht unbedingt haben wolltest.

Tipp 6: Vergiss neben der Bewerbung und Immatrikulation nicht das „Drumherum“!

Klar, es ist wichtig, dass mit der Bewerbung und Immatrikulation alles klappt, denke aber auch schon in dieser Phase an deine Finanzen und deine Bleibe während des Studiums. Es schadet nicht, sich schon frühzeitig über die Möglichkeit zur BAföG-Förderung oder über Stipendien zu informieren und zu prüfen, welche Wohnmöglichkeiten es am Studienstandort gibt. Hier ist das zuständige Studentenwerk der richtige Ansprechpartner!
[…]

 

Du hast dich und deine Situation wiedererkannt und stehst – so wie Alva und Vivien – kurz vor deiner Bewerbung um einen Studienplatz? Dann folge den Brandenburgischen Hochschulen auf Instagram @deine.stubb. Im Rahmen der Netzwerk Summer School erfährst du dort sowie auch hier im Blog in den Monaten Juni und Juli alles rund um den Bewerbungscountdown, Immatrikulationsbedingungen oder auch allgemeine Fragen zu Themen wie Finanzierung, Wohnen, BAföG & Co. Du fragst dich, wie Marco sich beworben hat und wie es Vivien nach ihrem Start an der Europa-Universität Viadrina ergeht? Auch das erfährst du hier, und schon bald, im Teil II von Viviens Story.

Dein Kontakt zu den Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

Dein Kontakt für Fragen zur Bewerbung und Immatrikulation an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder):

Frau Dr. Franziska Boll und Frau Dr. Jenny Kuhlmann

Tel.: +49 335 5534 4444
study@europa-uni.de

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