Ein frohes Neues Jahr und hallo, liebe Bloglesenden! Ich bin Sophie, 25 Jahre alt und mache gerade meinen Abschluss in Mathematik und Physik auf Lehramt im Master an der Universität  Potsdam. Für das Netzwerk Studienorientierung Brandenburg und natürlich für Euch, die auch gern mal hinter die Kulissen „lesen“, erzähle ich heute von meiner Arbeit bei der Studienorientierung MINT, einem Bereich des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg, und stelle euch deren wichtigste Projekte vor. Los geht’s!

Was ist eigentlich MINT?

Nein, das hat nichts mit Pfefferminze zu tunJ MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Typische MINT-Fächer sind Physik, Chemie, Biologie und Mathematik – das sind die Klassiker in den Naturwissenschaften. Doch auch die Astronomie, Geografie, Geologie oder die Nanowissenschaften gehören dazu. Wer MINT studiert, kann unter anderem in den Bereichen Medizintechnik, Energieversorgung, Informationstechnik oder Biotechnologie arbeiten, und, so nur nebenbei bemerkt, Themen wie die Digitalisierung und den Klimaschutz unterstützen. Ein spannender Bereich, wie ihr seht. Doch nun zu meiner Arbeit und meinen Aufgaben in der Studienorientierung MINT.

Wie bin ich zur Studienorientierung MINT gekommen?

Ich arbeite seit einigen Jahren an der Uni als wissenschaftliche Hilfskraft (kurz: WHK) im Institut für Mathematik in der Rolle als Tutorin und in der Zentralen Studienberatung als studentisch Beschäftigte im Bereich der Studienorientierung für den naturwissenschaftlichen Bereich.  Zur Studienorientierung bin ich durch meine früheren Tätigkeiten im Fachschaftsrat Mathematik/Physik der Uni Potsdam gekommen, in welchem ich mich während meines MINT-Studiums mit anderen Fachschaften im deutschsprachigen Raum vernetzt habe. Gemeinsam mit einem Kommilitonen habe ich ein Projekt entwickelt, in welchem wir unsere Studiengänge Schüler:innen vorstellten, um sie fürs Studium vorzubereiten. Das MINT-Team der Studienorientierung wurde auf unsere Arbeit aufmerksam, war begeistert und hat mir und meinem Kommilitonen prompt eine Beschäftigung als wissenschaftliche Hilfskraft bei der Studienorientierung MINT angeboten. Treffer – seit Oktober 2020 bin ich nun eine Botschafterin der Studienorientierung und kann euch aus erster Hand die MINT-Welt näherbringen. Zu meinen Aufgaben gehören die Konzeption von Workshops zur Studienorientierung, wie zum Beispiel den Calliope-Workshop und den Mathe/ Physik-Workshop; gleichzeitig bin ich aber auch zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung zwischen den Fachschaften der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Natürlich mache ich das nicht allein;-)

Wer und was ist eigentlich die MINT-Studienorientierung an der Universität Potsdam genau?

Das Angebot für MINT-interessierte Schüler:innen reicht von A wie „außerordentlich“ interessante Roberta-,  Calliope- und MINT-Workshops bis Z zum „zu packenden“ Berufs – und Studienorientierungsparcours, kurz: MINT-Parcours. Die MINT-Studienorientierung macht es sich zur Aufgabe, Schüler:innen so früh wie möglich an das spannende Feld der MINT-Studienfächer praktisch und mit viel Spaß heranzuführen. Dazu gehören neben zahlreichen Workshops von Studierenden auch Experimente, Exkursionen, ein selbst entwickeltes Potenzial-Assessment Verfahren tasteMINT sowie auch zahlreiche Kooperationen, unter anderem mit externen Einrichtungen aus der Wirtschaft und Bildung wie dem Hasso-Plattner-Institut, der FEMTEC GmbH, dem Jugend-und Familienzentrum Clab, MädchenZukunftsWerkstatt Teltow und der Agentur für Duales Studium. Gemeinsam mit Ihnen verfolgt die MINT-Studienorientierung nicht zuletzt das große Ziel insbesondere junge Frauen für die Welt der Wissenschaft in der Bildung und im späteren Beruf zu begeistern und sie hierin zu fördern.

Hier eine Auswahl spannender MINT-Angebote im Überblick:

  • Roberta: Die Roberta-Initiative ist ein durch die Fraunhofer-Gesellschaft ins Leben gerufenes Projekt, das mithilfe von Robotern Naturwissenschaften, Technik und Informatik Schüler:innen praxisnah vermitteln möchte. Besonders der weibliche Nachwuchs soll hierbei gefördert werden, um dem Fachkräftemangel und dem niedrigen Frauenanteil in technischen Berufen entgegen zu wirken. In diesen Zentren werden außerschulische Kurse und Workshops angeboten, in denen Teilnehmende technische Grundlagen erlernen und sich spielerisch mit dem Programmieren beschäftigen.
  • MINT-Parcours: Der MINT-Parcours ist ein Berufs- und Studienorientierungsparcours, an dem ihr an 6-7 verschiedenen Stationen einen ersten Eindruck der Bereiche der Optik, Mikrosystemtechnik, der Nanotechnologie, der Erneuerbaren Energien, in das Handwerk und die Technik sowie in den Bereich der Studienorientierung erwerben könnt.
  • Helmholtz-Denkfabrik: Die Studierenden der Helmholtz-Denkfabrik durchlaufen vor Beginn ihres gemeinsamen Forschungsjahres den Bewerbungsprozess für ein Universitätsstipendium. Das Universitätsstipendium Potsdam ist eine Leistungsförderung im Rahmen des Deutschlandstipendienprogramms. In der Helmholtz-Denkfabrik verschwimmen die klassischen Grenzen zwischen den Fachgebieten. Studierende der MINT-Fächer arbeiten gemeinsam mit Hilfe der Methode des Design Thinkings daran, Experimentier-Miniaturen zu entwickeln, die sie in hauseigenen Lehr-und Lernlaboren ausprobieren können und anschließend gemeinsam mit Fachwissenschaftler:innen auswerten. Das MINT-Team unterstützt mit seiner Expertise dabei. Am 06.12.2021 gab es dazu ein Insta-Live. Verpasst? Kein Problem, schaut hier nochmal rein!
  • tasteMINT: tasteMINT ist ein von LIFE e.V. initiiertes Potenzial-Assessment-Verfahren, welches Schülerinnen ab Klasse 10 die Möglichkeit bietet, die passende Studienrichtung in den MINT-Wissenschaften zu finden. Nicht selten entscheiden noch heute naturwissenschaftlich- und technikbegabte Schülerinnen für Studienfächer jenseits der Mathematik, der Informatik oder der Physik. Hier setzt tasteMINT an. Während der tasteMINT-Orientierungswoche wird zum Beispiel an realitätsnahen und wissenschaftlich orientierten Aufgaben die Problemlösefähigkeit in einer offenen Lernkultur getestet. So lässt sich leicht selbst ausprobieren, ob ein MINT-Studium nicht doch das richtige für dich ist.

Selbstverständlich gibt es noch viel mehr zu entdecken. Weitere MINT-Angebote für Studieninteressierte findest du hier.

 

Du bist neugierig geworden und willst mehr über die Möglichkeiten eines MINT-Studiums erfahren? Vielleicht möchtest Du sogar wie ich, Sophie, im Bereich der Studienorientierung als wissenschaftliche Hilfskraft starten? Dann melde Dich bei uns!

MINT-Team
Mail: mint@uni-potsdam.de
Website: https://www.uni-potsdam.de/de/mint/

Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam

Weitere Infos zur Universität Potsdam:
Website / Instagram / Facebook / You Tube

 

Du suchst noch Inspirationen und Last-Minute-Insiderwissen rund um deine Studienwahl allgemein? Dann schau rein bei den regelmäßigen #meetyourstudentmonday Insta-Lives auf @deine.stubb, sende deine Fragen im WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen und recherchiere auf studieren-in-brandenburg.de.

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197 Bachelor-Studiengänge, Tausende Studierende im WS 2021/2022, eine moderne Ausstattung, eine hohe Qualität der Lehre & Forschung, ein toller Mix aus Theorie & Praxis, Kunst & Kultur soweit das Auge und Ohr reicht, Natur & Stadt für alle und, und, und – die Brandenburgische Hochschullandschaft hat ja so Einiges zu bieten, aber jetzt mal unter uns – das kann doch nicht alles sein? Und das ist es auch nicht.

Bevor euch die Brandenburgischen Hochschulen und die Koordinationsstelle des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg frohe Weihnachten und einen guten und vor allem gesunden Rutsch ins Neue Jahr wünschen, haben die Studienberater: innen der Hochschulen mal ein wenig in ihren Archiven gestöbert, echte Urgesteine unter den Dozierenden befragt und ein paar O-Töne Studierender eingefangen. Das Ergebnis: Ein paar superschlaue Fakten zu jeder der neun Universitäten und Fachhochschulen und der Koordinationsstelle selbst, die wir euch pünktlich zu Weihnachten auf den Gabentisch legen. Damit könnt ihr sicher auch Oma & Co beeindrucken und im manchmal so ernsten Gespräch zum Thema Studium und Zukunft einen auf „gebildet“ machen. Here we go!

Ding #1

Wusstest du, dass die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) gemeinsam mit einer polnischen Stadt eine wissenschaftliche Einrichtung betreibt? Gemeint ist das Deutsch-Polnische Zentrum für Öffentliches Recht und Umweltschutz, gegründet am 24. März 2010 von der BTU und der Universität Wrocław in Breslau. Ziel dieser ersten wissenschaftlichen Einrichtung der BTU mit einer europäischen Nachbar-Universität ist die gemeinsame Forschung auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts, insbesondere des Umweltrechts, da Umweltverschmutzungen nun mal keinen Halt an Grenzen machen. Respekt!

Ding #2

An der Fachhochschule für Finanzen (FHF) wird nur ein Studiengang angeboten. What? Richtig gelesen: Es handelt sich um das Duale Studium zum/zur Diplom-Finanzwirt: in. Das Studium dauert drei Jahre und du verbringst schon während des Studiums 15 Monate in einem Ausbildungsfinanzamt, sogar vergütet. Als Beamter: in im gehobenen Dienst kannst du später in den Finanzämtern des Landes Brandenburg, im Ministerium der Finanzen des eigenen Bundeslandes oder als Dozent: in in der Fortbildung an der Landesfinanzschule oder der FHF beruflich tätig werden. Das ist mal eine sichere Laufbahn!

Ding #3

Mit einem Netzwerk von über 250 Partneruniversitäten weltweit unterstützt dich die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) aktiv bei der Planung und Organisation eines Auslandssemesters. Die hohe internationale Studierendenmobilität an der Viadrina und die Erasmus- und DAAD-Qualitätssiegel bestätigen die herausragende internationale Ausrichtung der Universität. Und? Die EUV ist 300+30 Jahre alt, da sie schon von 1506 bis 1811 eröffnete und 1991 (also vor 30 Jahren) wiedereröffnet wurde. Damit ist sie auch eine der ältesten und jüngsten Hochschulen zugleich. Klar, dass sie bei so vielen Jahren so gut vernetzt ist.

Ding #4

Das Studentencafé der Fachhochschule Potsdam (FHP) heißt „Casino“. Nein, hier wird nicht gespielt und schon gar nicht ums liebe Geld. Das Casino ist ein von Student: innen selbstverwaltetes Gebäude und tatsächlich ein Café auf dem Areal der Fachhochschule Potsdam. Warum es von manchen liebevoll FB6 genannt wird, findest du bei einem Besuch heraus;-) Und wenn du nach einem Schwatz im Casino noch genug Stimme hast, kann du auch gern im hochschuleigenen Chor der FHP mit dem zauberhaftem Namen „Fettes Halleluja“ noch ein oder zwei Liedchen trällern. Amen!

Ding #5

Der Teich am Stadtcampus der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) verfärbt sich einmal im Jahr blau, weil sich dort besondere Moorfrösche paaren. Gibt es nicht? Äh, doch! Als ob die Moorfrösche es wüssten, bieten sie so ein echtes Naturschauspiel, welches es natürlich nur an Deutschlands grünster Hochschule geben kann.  Ob das die knapp 2300 Studierenden der HNEE auch alle schon einmal auf ihrem Instagram Kanal gepostet haben?

Ding #6

Studierende der Technischen Hochschule Brandenburg (THB) haben die Möglichkeit, einen Drohnenführerschein zu erwerben. Warum? Die THB sieht einen ihrer Forschungsschwerpunkte in der „interdisziplinären Sicherheitsforschung“. Daher haben sich die beiden Fachbereiche Technik und Informatik und Medien der Forschung und Entwicklung von technischen Lösungen im Verbundprojekt Mikrodrohnen Abwehrsysteme (MIDRAS) mit mehreren Forschungseinrichtungen und Partnerfirmen, darunter u. a. das Bundeskriminalamt, die Vereinigung Cockpit und die Universität Würzburg, dieser Problemlage angenommen und hochschulintern erste Testnutzer: innen dafür geschult. Wie geheimnisvoll!

Ding #7

In den Bibliotheken der Universität Potsdam (UP) lagern insgesamt 1,3 Millionen Bücher! Damit ist sie die größte Bibliothek im ganzen Land Brandenburg. Groß und üppig ist auch das Auditorium Maximum der Universität Potsdam am Neuen Palais. Einst diente das Gebäude als kaiserlicher Marstall und prachtvolle Reithalle für Kaiser Wilhelm II. und seinen Pferden. Danach folgten die Post, die Polizei und das Militär. In den 1950ern schließlich baute man eine Zwischendecke in die Halle ein und statt Pferd und Reiter: innen zogen – siehe da – Professor: innen, Studierende und wir ein.

Ding #8

An der Technischen Hochschule in Wildau (THW) führt euch ein Roboter Namens „Pepper“ durch die Hochschulbibliothek. Der kleine humanoide Freund hilft seit 2018 Nutzer: innen per Touchscreen und Spracherweiterung bei der Orientierung und Ausleihe und gibt sogar Bibliotheksführungen. „Pepper“ ist Teil des Lehr- und Forschungsbereichs „Mobile Informations- und Assistenzsysteme“, wird von Entwicklerteams der THW beobachtet und soll zukünftig autonom mit Nutzer: innen in mobile und informelle Aktion treten. Also nicht erschrecken, wenn dich die kleine Schwester von R2-D2 antippt, wenn du wieder einmal beim Verfassen deiner Hausarbeit in der Bibliothek ein Powernap machstJ

Ding #9

Wusstest Du, dass früher die ersten Studierenden der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ noch im Babelsberger Schloss residierten und Spukfeiern veranstalteten? Dazu muss man wissen, dass die Filmuniversität im Oktober 1954 im Schloss Babelsberg mit Unterzeichnung der „Verordnung über die Bildung der Deutschen Hochschule für Filmkunst“ durch den damaligen Ministerpräsidenten, Otto Grotewohl, und den Minister für Kultur, Johannes R. Becher, gegründet wurde. Die Ersties haben also noch in den historischen Mauern gelernt und gefilmt, aber natürlich auch gefeiert. Partys fanden dabei immer unter dem Motto „Spuk“ statt. Ob diese Tradition im neuen Universitätsgebäude mit einem Kino als Hörsaal fortgesetzt wurde? Wäre ja praktisch und schön gruselig – so mit Michael Myers oder dem Poltergeist auf 16:9 und in Dolby Surround!

Ding #10

Zu guter Letzt ein schlauer Fakt der Koordinationsstelle des Netzwerks. Schon gewusst, dass hinter dem Netzwerk Studienorientierung Brandenburg nicht nur die Studienberater: innen der einzelnen Hochschulen und ein mehrköpfiges Koordinationsteam stehen, sondern auch bis zu 150 Studierende dazu zählen, die als studentische Trainer: innen und wissenschaftliche Hilfskräfte seit 2019 im Netzwerk mitwirk(t)en, um euch Insiderwissen und die besten Tipps aus erster Hand für die Lebensphase der Studienorientierung mitzugeben? An dieser Stelle senden wir auch all jenen herzliche Weihnachtsgrüße und ein riesengroßes Dankeschön, denn was wären wir und IHR da draußen ohne euch!

 

Na, konnten wir Euch überraschen? So gehört es sich doch zum Fest der Liebe und Freude! Und es hat ordentlich oft Kling oder vielmehr Ding gemacht – fast so schön wie die Glöckchen am Schlitten von Santa Claus.

Wie du siehst, ist die Hochschullandschaft im Land Brandenburg alles andere als langweilig. Wenn du noch mehr Wow-Momente beim Blick hinter die Kulissen suchst, dann schau einfach rein bei den regelmäßigen #meetyourstudentmonday Insta-Lives auf @deine.stubb, im WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen sowie auf studieren-in-brandenburg.de.

 

Frohe Weihnachten, wir lesen uns im neuen Jahr!

 

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Nachdem Hatice Ihr Abiturzeugnis in der Tasche hat, kann sie sich nun endlich so richtig um die Studienvorbereitungen kümmern. Hatice wohnt in Wittstock-Dosse gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einer 3-Raum Wohnung. Ihr Wunsch nach den eigenen vier Wänden wird immer größer. Um ihrem Studium und dem Wunsch nach Unabhängigkeit schnell näher zu kommen, nahm sie bereits Ende April an den digitalen Studi’O Days des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg teil.

Ihre Entscheidung für ein Studium der Sport- und Gesundheitswissenschaften in Potsdam stand jedoch schnell fest. Sie reichte ihre Bewerbung ein und wartet nun auf den Bescheid der Hochschule.  Doch was war mit dem „Drumherum“ – der Organisation einer Bleibe und der Finanzierung ihres Studiums?

Sie erinnert sich an eine Veranstaltung des Studentenwerks Potsdam, in der ihr wichtige Tipps zum Studienstart mitgegeben wurden. Dabei ging es u. a. um die Bewerbung auf einen Wohnheimplatz, den BAföG-Antrag und das günstige Mittagessen in der Mensa. Nun möchte sie sich endlich für ein WG-Zimmer bewerben und fragt sich, was zu tun ist. Ein Anruf beim Service Point des Studentenwerks soll Licht ins Dunkel bringen.

Je früher desto besser: Onlinebewerbung auf einen Wohnheimplatz

Hatice: Hallo, Hatice Salib hier. Ich möchte – wenn alles gut geht und ich zugelassen werde – zum Wintersemester mit einem Studium an der Uni Potsdam beginnen. Nun frage ich mich, was ich vorab schon alles organisieren kann. Ich sitze gerade an dem Onlineformular für eine Wohnheimbewerbung. Kann ich das jetzt schon abschicken oder muss ich damit warten, bis ich den Zulassungsbescheid der Uni habe?

Kostja: Hallo Hatice. Wir können uns gerne duzen. Ich heiße Kostja und studiere auch hier in Potsdam, allerdings an der Fachhochschule. Das Studentenwerk ist sowieso für alle Studierenden der Technischen Hochschule Brandenburg, der Technischen Hochschule Wildau sowie der Universität Potsdam, der Fachhochschule Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf zuständig.

Gut, dass du nachfragst. Schicke unbedingt deine Bewerbung für einen Wohnheimplatz schon jetzt ab. Eigentlich wird sogar empfohlen, dass schon ein halbes, wenn nicht sogar ein ganzes Jahr vorher zu machen. Die Wohnheimplätze sind superbegehrt und es gibt immer viel mehr Bewerbungen als freie Zimmer. Das liegt zum einen daran, dass die durchschnittliche Miete inkl. aller Nebenkosten nur 250 Euro im Monat beträgt und es ansonsten auf dem freien Wohnungsmarkt kaum erschwingliche Zimmer gibt. Und zum anderen ist so ein Leben im Wohnheim total nett. Ich zum Beispiel wohne in der Breiten Straße im Zentrum von Potsdam und habe nach meinem Einzug vor zwei Jahren sofort Anschluss zu Kommiliton:innen gefunden. An der Hochschule bin ich in wenigen Minuten mit der Straßenbahn oder dem Fahrrad.

Hatice: Okay, das klingt gut. Der soziale Kontakt zu anderen ist mir sehr wichtig und ich kann mir gut vorstellen, dass es mir im Wohnheim gefällt. Hoffentlich habe ich jetzt überhaupt noch eine Chance, wo ich doch so spät dran bin … Kann ich irgendetwas tun, damit meine Bewerbung am Ende erfolgreich ist?

Kostja: Du solltest auf jeden Fall beim Ausfüllen der Bewerbung darauf achten, dass du möglichst viele Optionen in Betracht ziehst und nicht nur einen Standort und eine Wohnform auswählst. Je mehr Möglichkeiten, desto größer die Chance auf einen Platz. Beispielsweise gibt es allein in Golm drei Wohnanlagen mit ganz unterschiedlichen Zimmertypen. Und auch wenn du eine WG bevorzugst, solltest du, um deine Chance zu erhöhen, auch andere Wohnformen mit auswählen. Eine weitere Möglichkeit wären Doppelzimmer, wo sich zwei Studierende ein Zimmer teilen. Das hat übergangsweise einige Vorteile, da du zumindest zum Studienstart ein Dach über den Kopf hättest und du so in aller Ruhe nach etwas Passendem suchen könntest.

Hatice: Und sollte ich jetzt keine Zusage vom Studentenwerk bekommen, hast du andere Tipps, wie ich eine Wohnung oder ein WG-Zimmer finden kann?

Kostja: Auf der Website des Studentenwerks findest du eine Linksammlung zu weiteren Anbietern, darunter auch Links zu städtischen Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften. Außerdem sind einige private Wohnungs- und Zimmerangebote dort inseriert. Und vielleicht wäre auch das neue Projekt „Wohnen für Hilfe“ etwas für dich. Das Motto lautet günstig in Potsdam wohnen und dabei Gutes tun. Bei dem Projekt bringt das Studentenwerk Menschen mit freiem Wohnraum und Studierende in Wohnpartnerschaften zusammen. Die Idee ist eigentlich ganz einfach: Potsdamer:innen mit freiem Wohnraum stellen Studierenden ein günstiges Zimmer zur Verfügung und erhalten im Gegenzug deren Unterstützung und Gesellschaft im Alltag, z. B. bei der Kinder- und Hausaufgabenbetreuung, bei der Gartenarbeit oder bei der Versorgung von Haustieren. Gerade für sozial engagierte Studierende ist das ein gutes Angebot.

BAföG-Antrag stellen: Die Hälfte ist geschenkt

Hatice: Ah, danke für die vielen Infos. Gut zu wissen. Ein anderes Thema, das mich noch beschäftigt: die Studienfinanzierung. BAföG wäre ja eine Möglichkeit. Ich bin mir aber gar nicht sicher, ob ich das überhaupt bekomme und ich habe auch von einer Bekannten gehört, dass es gar nicht so leicht mit der Beantragung ist. Da ich aber eine Schwester habe, die bereits studiert und meine Eltern mein Studium nicht komplett finanzieren können, ist das für mich sehr wichtig. Kannst du mir Tipps geben? Ich würde ungern umsonst einen Antrag stellen.

Kostja: Das stimmt, die Antragsstellung nimmt schon etwas Zeit in Anspruch, vor allem das Zusammensuchen der Unterlagen, die es dafür braucht. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Trotzdem finde ich, dass sich der Papierkram lohnt, denn du bekommst schließlich mindestens die Hälfte geschenkt. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen. Der aktuelle Höchstsatz liegt bei 861 Euro monatlich. Je nachdem wie viel deine Eltern verdienen bzw. du selbst auf Vermögen zurückgreifen kannst, wird diese Summe individuell berechnet. Du kannst den Antrag übrigens auch online stellen. Dafür gibt es seit kurzem den Antragsassistenten BAföG Digital, der wirklich gut durch das ganze Prozedere manövriert. Auch hier gilt: Nicht zu spät den Antrag stellen. Du bekommst zwar ab dem Monat der Antragsstellung Geld, also wenn dein Studium im Oktober startet, müsstest du spätestens im Laufe des Oktobers den Antrag stellen, um von Anfang an Geld zu bekommen. Gleichzeitig solltest du aber bedenken, dass zum Semesterstart etliche Anträge eingehen und die Bearbeitungszeit bei 8 bis 10 Wochen liegt. Auch wenn du am Ende kein Geld bekommen solltest, hat es durchaus Vorteile BAföG beantragt zu haben. Denn auf einem BAföG-Bescheid steht schwarz auf weiß, was du für Geld zum Studieren bräuchtest. Das kann eine gute Grundlage sein, um z. B. mit den Eltern über die Studienfinanzierung zu sprechen. Ich empfehle dir auch, mal persönlich Kontakt zum Amt für Ausbildungsförderung aufzunehmen. Viele Fragen lassen sich am besten in einem persönlichen Telefonat klären.

Hatice: Danke, das werde ich machen. Falls ich tatsächlich BAföG bekomme, wird mir schon jetzt ein bisschen mulmig wegen der Rückzahlungen, die nach dem Studium anstehen …

Kostja: Das geht vielen so. Dabei ist das wirklich sehr moderat geregelt. Auch wenn im Falle eines Bachelor- und Masterstudiums insgesamt über 50.000 Euro BAföG möglich sind, musst du maximal 10.000 Euro zurückzahlen. Die Rückzahlungen beginnen frühestens fünf Jahre nach Ende der letzten BAföG-Zahlung und kann in Raten erfolgen. Pro Quartal sind das derzeit 390 Euro. Und das auch nur, wenn es der Kontostand erlaubt. Wenn nicht, kann man mit der Rückzahlung auch pausieren.

Den passenden Nebenjob suchen und finden

Hatice: Und wenn es mit dem BAföG nichts wird oder nur eine kleinere monatliche Summe bewilligt wird, was gibt es für weitere Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren?

Kostja: Viele Studierende jobben neben dem Studium. Manche finden Arbeit im Hochschulumfeld, z. B. als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl oder wie ich als Mitarbeiter im Studentenwerk. Andere arbeiten in der Kneipe, im Tourismusbereich oder im Einzelhandel. Es gibt da viele Möglichkeiten – sowohl was den Job als auch den Zeitumfang angeht. Schau am besten mal bei der Jobvermittlung für Studierende rein; dort findest du etliche Angebote. Andere wiederum ziehen auch ein Stipendium in Betracht. Da könntest du auch die Augen offenhalten. Es gibt zahlreiche Stiftungen mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen.

Und mittags in die Mensa!

Hatice: Super, danke. Wahrscheinlich wird es am Ende eh ein Mix aus den verschiedenen Optionen mit ein bisschen BAföG, finanzielle Unterstützung durch die Eltern und einem Nebenjob, der mir noch genug Zeit zum Studieren lässt. Eine andere Frage noch: Als ich mir neulich den Campus in Golm anschaute, fiel mir auf, dass es dort eine Mensa vom Studentenwerk gibt. Kann ich dort als Studentin einfach so essen gehen oder muss ich das vorher, wie ich es aus der Schule kenne, bestellen?

Kostja: Auf jedem Campus gibt es eine Mensa, meistens auch noch eine Cafeteria oder Kaffeebar. Die werden vom Studentenwerk betrieben. Du kannst da einfach spontan hingehen und musst nicht vorab bestellen. Normalerweise hast du die Wahl zwischen vier Angeboten. Für jeden ist etwas dabei, egal ob vegetarisch-vegan oder der Fleischburger. Alles wird frisch zubereitet und viele der verwendeten Produkte kommen aus dem Umland. Und das Beste: Es ist echt günstig. Ein Mittagessen kostet nur zwischen 1,60 und 2,60 Euro. Außerdem ist die Mensa DER Ort an der Hochschule. Ich kann mir eigentlich sicher sein, dass ich dort immer jemanden antreffe, um über die letzte Vorlesung zu sprechen oder den nächsten Partyabend zu planen.

Hatice: Toll, ich freue mich schon darauf, endlich mit dem Studium loslegen zu können. Jetzt weiß ich auf jeden Fall, was als Nächstes zu tun ist und wo ich mich in Zukunft bei allen Fragen außerhalb des Hörsaals hinwenden kann.

Hatice legt beruhigt das Handy beiseite. Das waren wirklich gute Tipps und sie weiß nun, wie sie sich um ihre Studi-Bude, das BAföG und ihren Nebenjob kümmern kann. Schon bald hat sie ihren ganz eigenen Mini-Campus auf Zeit.

 

Wie sieht es bei dir aus? Wartest auch du gerade auf deinen Zulassungsbescheid an einer der Brandenburgischen Hochschulen? Nutze den Sommer und stelle für dich die letzten Weichen, um schon bald richtig zu starten. Hilfe, Tipps und Insiderwissen bieten dir die regelmäßigen Insta-Lives auf @deine.stubb, der WhatsApp-Messenger-Chat mit den Studienberatungen aller Brandenburgischen Hochschulen sowie natürlich alle Infos auf studieren-in-brandenburg.de.

Dein Kontakt zu den Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

 

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Abteilung Wohnen
Tel.: +49 331 3706-501
wohnen@studentenwerk-potsdam.de

Amt für Ausbildungsförderung
Tel.: +49 331 3706-301
bafoeg@studentenwerk-potsdam.de

Jobvermittlung
Tel:: +49 331 3706-251
jobs@studentenwerk-potsdam.de

 

Weitere Infos zum Studentenwerk Potsdam:
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Am Wochenende besucht Marco seinen Kumpel Paul im Spreewald. Die beiden kennen sich noch aus gemeinsamen Schulzeiten. Damals hatten sie nicht viel Zeit für Unternehmungen, da Marco oft eingespannt war mit seinen Geschwistern. Das Größte für beide war jedoch die gemeinsame Zeit am Wasser.  Hier verbrachten sie einmal in der Woche mehrere Stunden beim Steineflitschen. Während sie die Steine übers Wasser hüpfen ließen, beobachteten sie zahlreiche Segelboote, Kitesurfer und Wakeboarder. Paul träumte damals schon vom eigenen Motorboot, mit welchem er einmal von Berlin bis in den Spreewald fahren kann. Nach dem Abitur ist Paul, genau wie Marco, jedoch studienbedingt weggezogen. Sein Weg führte ihn in seine Wunschregion – die Lausitz. Marco zog es noch weiter weg – nach Kanada. Die Freunde beschlossen, sich nach Marcos Auslandsaufenthalt schon bald wieder zu sehen. Allerdings kam immer wieder etwas dazwischen.

Jetzt, zwei Jahre später, nachdem Marco bereits mitten im schönen Potsdam studiert, ist die Zeit endlich gekommen.  Er nutzt die ersten Sonnenstrahlen für einen Kurztrip in den Spreewald. Während er sich mit einem Schmunzeln noch an vergangene Schultage und Kumpel-Momente mit Paul erinnert, fährt der Zug aus Berlin bereits am Cottbuser Hauptbahnhof ein. Marco steigt aus seinem klimatisierten Abteil, sieht Paul breit grinsend am Bahnsteig und umarmt seinen alten Freund freudig.

Wiedersehen macht Freude

Marco: Hey Paul! Toll endlich mal hier zu sein! Wie geht’s dir? Wie war dein letztes Jahr? Wolltest du nicht eigentlich ein Praktikum machen? Und hast du schon dein heiß ersehntes Motorboot;-)? Oh Mann, wir haben uns echt lange nicht gesehen! Ich habe ja so viele Fragen.

Paul: Marco, wie schön dich zu sehen! Mir geht es super! Du weißt ja, ich wollte schon immer in den Spreewald zu meiner Freundin ziehen. Die habe ich übrigens immer noch;-). Und in puncto Ausbildung? Ich habe ein technisches Praktikum gemacht. Das war richtig gut. Vor allem hat es mir gezeigt, dass ich Spaß im Job haben möchte.

Marco: Ach ja? Hast du was gefunden, dass deinem handwerklichen Interesse nahekommt?

Paul: Ganz genau. Du kennst mich. Ich schraube doch gern an alten Maschinen und Fahrzeugen rum. Meine Kollegen im Praktikum hatten früher denselben Antrieb und sind so zum Maschinenbau gekommen. Das wollte ich dann auch schaffen. Darum bin ich auch hier an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gelandet! Und ja, ein Motorboot habe ich „fast“. Ich helfe einem befreundeten Skipper ein antikes Motorboot zu restaurieren und darf als Gegenleistung damit ab und zu aufs Wasser. Aber lass uns doch zum Auto gehen und erzähl erstmal von dir! Wie geht es dir denn?

Marco: Ich fühle mich super wohl in Potsdam, ich mag die Stadt einfach. Kanada war Natur pur, aber ich muss sagen, Potsdam kann da sehr gut mithalten. Ich studiere an der Universität Potsdam Ernährungswissenschaften und bin voll happy. Als ich auf der Farm in Ottawa arbeitete, begann ich mich für die Verfahren der Milcherzeugung sowie deren weitere Verarbeitung zu interessieren. Dem bin ich einfach im Studium nachgegangen. Aber das weißt du doch bereits. Es freut mich wirklich für dich, dass es dir ebenso geht und du eine Entscheidung getroffen hast. Es ist echt wichtig, dass man Spaß beim Arbeiten hat! Wie bist du dann nur auf Cottbus gekommen? Maschinenbau gibt es doch an vielen Hochschulen in Brandenburg.

Paul: Erstens: Ich wollte mit Steffi, meiner Freundin, zusammenziehen. Und zweitens: Ich habe online erstmal geschaut, was es gibt. Du hast recht, das Angebot war auf den ersten Blick gewaltig. Aber dann bin ich auf etwas Besonderes gestoßen, das mich direkt gecatcht hat. Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg hat eine virtuelle 360-Grad-Panoramenumgebung für den Maschinenbau entwickelt, wodurch man das Gefühl hat, direkt auf dem Campus zu stehen.  Die Bilder und Videos von den Menschen, der Gegend und der Ausstattung des Studiengangs haben mich total beeindruckt und ziemlich schnell überzeugt. Dadurch, dass es sich überall um 360-Grad-Elemente handelt, kannst du in alle Richtungen schauen und siehst viel mehr als auf normalen Bildern!

Marco: 360-Grad-Panoramen klingen richtig futuristisch! Aber ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so richtig vorstellen. Wie ist das denn aufgebaut?

Paul: Du hast als Hauptebene den Zentralcampus in Cottbus, auf dem du dich über Pfeilsymbole zu anderen Bereichen auf dem Campus klickst. Gleichzeitig befinden sich dort verschiedene Gebäude, in die du hineintreten kannst, indem du darauf klickst oder direkt über eine kleine Mini-Map dorthin navigierst. Das macht alles sehr non-linear. Jedes Gebäude steht an sich für ein spezifisches Thema, wie zum Beispiel Studierende, Lehrende oder Alumni. Andere Gebäude zeigen Aufnahmen von der Region oder Laboren. Du kannst dann selbst entscheiden, wo du hingehst und was du dir anschaust.

Marco: Ist das Ganze auch interaktiv, also, kannst du dein Wissen testen?

Paul: Ja, so ist es. Die Infos in den einzelnen Gebäuden wurden als 360-Grad-Videoelemente dargestellt, sodass man quasi das Gefühl hat, mit den Menschen vor Ort zu reden. Gleichzeitig kann man aber auch einfache Tests und interaktive Rätsel auswählen. So bekommt man weitere Eindrücke zur Thematik des Studiengangs. Gleichzeitig testet man sein Wissen. Insgesamt also sehr vielfältig und praktisch!

Marco: Wow, das muss ich mir auch mal anschauen. An der Universität Potsdam gibt es zum Beispiel Online-Self-Assessments als virtuelle Angebote zur Studienorientierung. Anhand dieser können Studieninteressierte herausfinden, wie gut ihre Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen mit den Anforderungen eines Studiengangs übereinstimmen. Das gibt es für mehrere Studiengänge, unter anderem auch für Ernährungswissenschaften. Inhaltlich und optisch sind diese aber ganz anders aufgebaut. Du sprichst ja eher von einer ganzen Erlebniswelt! Und, wie ist es jetzt an der BTU zu studieren? Hast du schon einen Schwerpunkt im Studium?

Paul: Noch nicht ganz. Am Anfang gibt es erstmal ein Grundlagenstudium. Den Schwerpunkt wähle ich dann erst später. Das gefällt mir ganz gut, weil ich noch nicht entschieden habe, worauf ich mich spezialisieren möchte. So bekomme ich Zeit, mir alle Bereiche erstmal ganz in Ruhe anzuschauen und zu überlegen, was mir am meisten liegt. Ich werde mich dazu auch noch mit einem Profi aus der Fachstudienberatung der BTU zusammensetzen und meine Möglichkeiten ausloten. Vielleicht wird es das Fachgebiet Robotik, wo es eine Schnittstelle zur Informatik gibt. Das klingt zumindest ziemlich zukunftsorientiert. Aber vielleicht wird es doch eher was, was mehr zu meinen eigentlichen Hobbys passt. Dann kann ich meine Online-Kurse direkt beim Schrauben am Motorboot absolvieren;-).

Marco: Auf jeden Fall aufregend und auch keine leichte Entscheidung. Schau, dass du Hobby und Studium gut verbinden kannst. Das wäre eine echte Win-Win-Situation für dich. Genug jetzt vom Studium. Schön, dass wir jetzt das Wochenende gemeinsam verbringen können. Die Lausitz kenne ich bisher nämlich noch gar nicht! Wie kommst du hier zurecht? Zeigst du mir noch heute das Schmuckstück – dein zukünftiges Motorboot?

Paul: Klar, du kannst mit mir die erste Testfahrt machen. Wusstest du eigentlich, dass die Lausitzer Seenkette über 7.000 Hektar Wasserfläche hat? Da können wir heute noch eine gute Strecke zurücklegen. Ich mag die Lausitz. Sie ist für mich der perfekte Ort. Wenn ich dieses Motorboot in Schwung habe, darf ich damit regelmäßig ausfahren. Reparieren kann ich es dann auch allein, dank meines Studiums.

Marco: Oh ja, auf Wasser habe ich jetzt auch richtig Lust! Dann lass uns doch mein Gepäck zu dir nach Hause bringen und direkt mal los! Ob ich immer noch im Steineflitschen besser bin als du?

Ein Wochenende am Wasser

Paul und Marco zwinkern sich gegenseitig zu und verbringen einen langen Tag am Wasser. Sie reden, schrauben und lassen die Steine hüpfen. Wie in früheren Zeiten. Ein Wochenende vergeht und im Gespräch stellen beide fest, dass sie alles richtiggemacht haben. Sie haben ihren Wunschstudiengang fest im Blick und ihre Interessen dabei nicht vernachlässigt. Könnten eine Freundschaft und ein Studium schöner sein?

Finde deinen eigenen Weg, schau auf deine Interessen und entdecke die vielen Möglichkeiten im Studienland Brandenburg, um dein Talent in einem Wunschstudium aufscheinen zu lassen!

 

Du möchtest mehr zu spannenden Themen und Online-Angeboten zur Studienorientierung erfahren? Du hast noch Fragen zu deinem Wunschstudiengang? Dann folge uns auf Instagram @deine.stubb oder kontaktiere die Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

 

Dein Kontakt für Fragen zum Studiengang Maschinenbau an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg:

Mark Eisentraut
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Es ist Dienstag. Marco ist mit seiner jüngeren Schwester Alva verabredet. Sie treffen sich nach Alvas letzter Schulstunde in der Stadt auf ein Eis. Alva besucht die 11. Klasse eines Potsdamer Gymnasiums. Stolz erzählt sie ihrem großen Bruder von ihrer eins, die sie für ihre Klausur im Fach Informatik bekommen hat. „Gratulation kleine Schwester! Dafür gibt es eine Extraportion Eis, aber sag, willst du das nicht auch mal studieren?“ Marco trifft wie so oft genau ins Schwarze, wenn es um die Wünsche seiner Geschwister geht, denn genau das wollte Alva ihrem Bruder heute erzählen. Oft sind ihr die Inhalte im Unterricht zu oberflächlich und gern würde sie – so wie er – ein Studium beginnen, welches ihr tiefere Einblicke gibt.

Erst gestern hat Alva auf der Instagramseite des Netzwerks Studienorientierung Brandenburg das Insta Live zum Studiengang Wirtschaftsinformatik an der TH Wildau gesehen. Neugierig fragt sie: „Marco, kennst du diese coole Insta-Live-Reihe „MINT goes live“? Die kommt immer montags, 18 Uhr auf @deine.stubb. Gestern hat der Student Pascal seinen Studiengang Wirtschaftsinformatik vorgestellt. Voll interessant, aber ich weiß gar nicht, wo ich das studieren kann. Außerdem muss ich ja erst mein Abi machen, um zu studieren, oder?“ Da lacht Marco und sagt: „Ach Schwesterchen, ja die Insta-Reihe kenne ich: Insiderwissen von Studi zu Schüler. Sehr cool! Aber du bist doch ein kluges Köpfchen und nein, du musst nicht warten. Für besonders leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gibt es die Möglichkeit, schon während der Schule Lehrveranstaltungen zu besuchen. Das Ganze heißt Juniorstudium. Schau doch mal auf der Website des Netzwerks Studienorientierung nach. Da bekommst du einen kleinen Überblick.“

Gesagt getan. Alva ist begeistert und zückt gleich ihr Handy. Glücklich stellt sie fest, dass sie ein Juniorstudium in Wirtschaftsinformatik gleich an mehreren Standorten in Brandenburg starten könnte. Besonders interessant: Während man an der Universität Potsdam vom Juniorstudium spricht, nennt man es an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg Frühstudium. An der BTU Cottbus-Senftenberg kann man sich sogar Lehrveranstaltungen aus allen Fachgebieten aus dem Online-Vorlesungsverzeichnis heraussuchen. Nicht schlecht, nur Potsdam wäre natürlich toll. Dann bliebe sie in Marcos Nähe und wäre auch nicht zu weit weg von ihrer Schule und ihrem Elternhaus. Im Moment fehlt ihr einfach noch das Knowhow, um sich richtig zu entscheiden. Nach einem kurzen Check der Kontakte wählt Alva deshalb die Nummer der Zentralen Studienberatung der Uni Potsdam. „Da geht doch was!“, denkt sie und schon erklingt am anderen Ende die freundliche, junge Stimme einer Studienberaterin, der sie nun all ihre Fragen zum Juniorstudium bzw. Frühstudium stellen kann.

Alva im Telefonat mit Studienberaterin Magdalena Vock der Uni Potsdam

Beraterin: Guten Tag, willkommen bei der Zentralen Studienberatung der Universität Potsdam. Wie kann ich Ihnen helfen?

Alva: Hallo! Ich habe gehört, dass ich an der Uni Potsdam Juniorstudentin werden kann. Ich bin in der 11. Klasse, mag Informatik wirklich sehr und das, was wir im Informatik-Grundkurs machen, finde ich manchmal etwas … naja, langweilig. Ich würde dazu gern mehr lernen. Ich habe auch einen guten Notendurchschnitt und würde mir generell etwas Abwechslung von der Schule wünschen. Könnte ich das Juniorstudium an der Uni Potsdam in Wirtschaftsinformatik oder einem ähnlichen Fach machen?

Beraterin: Schön, dass Du dich dazu bei uns meldest. Das Juniorstudium ist für Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 bis 13 geeignet, die sich wie Du zusätzlich zum Lernstoff in der Schule eine neue Herausforderung wünschen und diese auch gut meistern können, weil sie sowohl mit dem Unterricht als auch mit den zugehörigen Hausaufgaben gut zurechtkommen und auch gute Schulnoten haben. Wenn Du dich für den Bereich Informatik interessierst, könntest Du dich bei uns zum Beispiel für ein Juniorstudium in einem der Fächer Informatik/Computational Science, IT-Systems Engineering oder Wirtschaftsinformatik bewerben.

Alva: Das klingt interessant. Wie würde das Juniorstudium denn ablaufen?

Beraterin: Das Juniorstudium beginnt immer zum Wintersemester, also im Oktober. Du nimmst dann ein Semester lang an zum Beispiel ein oder zwei Lehrveranstaltungen an der Uni teil. Diese Lehrveranstaltungen besuchst Du regulär mit den Studierenden, bereitest die Veranstaltung vor und nach, erledigst die Hausaufgaben und so weiter. Und am Ende des Semesters kannst Du dich entscheiden, ob Du dich zusätzlich an der Prüfung versuchen möchtest.

Alva: Und was ist, wenn ich in der Zeit eigentlich Schulunterricht habe?

Beraterin: Deine Schule – und natürlich auch deine Eltern – müssen damit einverstanden sein, dass Du am Juniorstudium teilnimmst. Wenn sich die Veranstaltungen mit dem Schulunterricht überschneiden, entscheidet die Schule, ob Du vom Unterricht freigestellt werden kannst. Hast Du mit deinen Eltern und der Schule schon über dein Interesse am Juniorstudium gesprochen?

Alva: Meine Eltern finden die Idee gut. Und mein Informatiklehrer würde mich bestimmt auch unterstützen – er hatte mir auch schon die tasteMINT-Orientierungswoche empfohlen, die aber leider dieses Jahr wegen Corona ausfällt.

Beraterin: Das klingt doch schon einmal gut. Du brauchst die Einverständniserklärung deiner Eltern und der Schulleitung sowie eine positive Einschätzung deines Informatiklehrers. Außerdem musst Du ein Motivationsschreiben und deine letzten zwei Schulhalbjahreszeugnisse einreichen. Auf unserer Webseite findest Du alle Dokumente für die Bewerbung. Um die Unterlagen einzureichen, hast Du noch bis zum 31. Mai Zeit. Wenn Du möchtest, komme gern auch gemeinsam mit deinen Eltern zur Informationsveranstaltung am 27. April – dort fassen wir noch einmal alle wichtigen Informationen zusammen. Außerdem wird es am 19. April ein Instagram Live auf @deine.stubb geben, in dem ehemalige Juniorstudierende von ihren eigenen Erfahrungen berichten.

Alva: Cool, die zwei Termine merke ich mir auf jeden Fall. Können Sie mir vielleicht noch sagen, ob ich durch das Juniorstudium für mein Studium später Vorteile habe?

Beraterin: Ja, das hast Du! Zunächst einmal sammelst Du ja dadurch schon wichtige Erfahrungen – Du erlebst den Studierendenalltag und kommst mit Studierenden und Lehrenden in Kontakt. Zudem kannst Du das Juniorstudium bei einer späteren Bewerbung an der Uni Potsdam als absolviertes strukturiertes Studienvorbereitungsprogramm angeben. Damit verbesserst Du deine Abschlussnote für die Bewerbung um 0,1 Notenpunkte und erhöhst damit deine Bewerbungschancen. Und schließlich kannst Du im Juniorstudium bereits Leistungspunkte erwerben, die bei einem späteren Studium anerkannt werden können.

Alva: Das klingt wirklich gut. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, ob das Juniorstudium an der Uni Potsdam oder das Frühstudium an der BTU Cottbus-Senftenberg das Richtige für mich ist.

Beraterin: Hast Du schon von den Studi’O Days gehört? Die digitale Studienorientierungswoche aller Brandenburgischen Hochschulen findet vom 26. bis 30. April statt. Unter dem Motto „Fünf Tage, ein Ziel“ kannst Du dich über das Studienangebot aller Hochschulen in Brandenburg, aber auch rund um allgemeine Fragen zum Studium informieren. Schaue dort einfach, welcher Studiengang dich am meisten anspricht; so kannst Du das Angebot der BTU mit dem der Uni Potsdam vergleichen.

Alva: Super, vielen Dank für den Tipp – das werde ich auf jeden Fall machen. Und danke für die ganzen Informationen, das war sehr hilfreich. Ich komme bestimmt mit meinen Eltern zur Informationsveranstaltung. Tschüss!

Beraterin: Alles Gute – wir würden uns über deine Bewerbung zum Juniorstudium freuen! Auf Wiedersehen.

Alvas Resümee

Nach dem Telefonat mit der Studienberaterin fühlt sich Alva in ihrer Entscheidung, ein Juniorstudium neben der Schule zu beginnen, bestärkt. Ihr Herz schlägt mehr als zuvor für den Studiengang Wirtschaftsinformatik. Was ihr bleibt, ist die Qual der Wahl. Wird sie in Potsdam starten oder vielleicht doch in Cottbus? Schließlich gibt es viele Lehrangebote auch online. Eines steht jedoch schon heute fest: Alva möchte ein echtes MINT-Girl werden! Schon morgen wird sie mit ihren Eltern und ihrem Informatiklehrer darüber sprechen und natürlich auch mit ihrem großen Bruder Marco.

 

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Du möchtest mehr zu spannenden Themen wie das Juniorstudium und/oder das Frühstudium erfahren? Du hast noch Fragen zu deinem Wunschstudiengang? Dann folge uns auf Instagram @deine.stubb oder kontaktiere die Studienberatungen der Brandenburgischen Hochschulen.

Dein Kontakt für Fragen zum Juniorstudium an der Universität Potsdam:

Magdalena Vock | Studienberaterin
+49 331 977-4926
magdalena.vock@uni-potsdam.de

Dein Kontakt für Fragen zum Frühstudium an der BTU Cottbus-Senftenberg:

Christiane Land | Studienberaterin
+49 (0)355 69 2796
land.christiane@b-tu.de

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